
Industrie zu EU-Japan-Wirtschaftsabkommen: Signal gegen Protektionismus
IV-GS Neumayer: Gut gemachter Freihandel schafft Wachstum und Arbeitsplätze – Aktive EU-Handelspolitik wichtig, um Wettbewerbsnachteile zu verhindern
Wien (OTS) – „Das Abkommen zwischen der EU und Japan birgt große
Chancen für Unternehmen und Beschäftigte auf beiden Seiten – bessere
und modern geregelte Wirtschafts- und Handelsbeziehungen bringen mehr
Wachstum und zusätzliche Arbeitsplätze. Zudem setzen die EU und Japan
ein klares Signal gegen protektionistische Politik, die unter dem
Strich nur Verlierer und keine Gewinner schafft“, betonte der
Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph
Neumayer, am heutigen Mittwoch anlässlich der Abstimmung im
Europäischen Parlament über das Wirtschafts- und Handelsabkommen, das
„ein zentraler Baustein für den weltweiten Marktzugang heimischer und
europäischer Unternehmen“ sei. Das für die EU wirtschaftlich sehr
bedeutende Abkommen soll den Handel mit Waren und Dienstleistungen
zwischen Europa und Japan stärken. Zölle und nicht-tarifäre
Handelshemmnisse werden weitgehend abgebaut. „Wirtschaftswachstum,
Investitionen und Handel finden zunehmend außerhalb Europas statt.
Eine aktive europäische Handelspolitik, die globalen Marktzugang
schafft und faire Handelsregeln durchsetzt, ist für die heimische
Industrie sowie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von vitalem
Interesse“, so Neumayer, der darauf hinwies, dass sich derzeit
weltweit Wirtschaftsräume mit dem Ziel zusammenschließen, Handel und
Investitionen zu erleichtern. Bestes Beispiel sei die neu entstehende
Freihandelszone zwischen 11 Pazifikanrainerstaaten CPTPP, dem auch
Japan angehört.
Zwtl.: Deutlicher Anstieg österreichischer Exporte nach Japan
prognostiziert
Als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt ist Japan der zweitgrößte
Handelspartner der EU in Asien. Für Österreichs Wirtschaft ist Japan
ein wichtiger Partner: „Es ist der zweitwichtigste Handelspartner in
Asien und der drittwichtigste in Übersee (nach China bzw. den USA).
Japanische Unternehmen sind zudem mit 3,3 Mrd. Euro an
Direktinvestitionen der bedeutendste asiatische Investor in
Österreich“, so der IV-Generalsekretär. Die Europäische Kommission
habe errechnet, dass die Exporte nach Japan 600.000 Arbeitsplätze in
der EU sichern. Japanische Unternehmen beschäftigten in Europa
550.000 Menschen. „Das deutsche ifo-Institut prognostiziert einen
Anstieg österreichischer Exporte nach Japan auf bis zu 59 Prozent
über zehn Jahre. Deutliche Chancen bietet das Abkommen laut der
Studie durch den Abbau von Zöllen und weiteren Handelshemmnissen vor
allem für die Bereiche Maschinenbau, Chemie oder auch den
Automotive-Bereich“, so Neumayer abschließend.
IV-Newsroom
+43 (1) 711 35-2306
newsroom@iv.at
https://www.iv.at/medien
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender