
Kulturelle Vielfalt braucht starkes Urheberrecht
Kunstschaffende betonen die Notwendigkeit der Reform des Urheberrechts bei Treffen mit Mitgliedern des EU-Parlaments in Straßburg
Wien/Straßburg (OTS) – Kurz vor dem letzten Trilog-Meeting unter
österreichischem Ratsvorsitz versammelten sich zahlreiche Kunst- und
Kulturschaffende aus ganz Europa in Straßburg, um nochmals auf die
Dringlichkeit der Novelle des Urheberrechts hinzuweisen: Bestehende
Gesetzeslücken für große Online-Plattformen müssen dringend
geschlossen und ein faire Vergütung der Online-Nutzung ihrer Werke
sichergestellt werden. EU-Parlamentarier sind aufgefordert, sich
nicht dem Druck der internationalen Technologie-Giganten zu beugen,
die ihre eigenen Wirtschaftsinteressen verfolgen, sondern die
Interessen der Bevölkerung zu wahren.
Aus Österreich waren die Komponisten und Songwriter Cesár Sampson
und John Arman auf Einladung der AKM vertreten. Im persönlichen
Gespräch mit Vertretern des Europäischen Parlaments machten sie ihre
Position klar: „Die Zukunft der Kreativen steht auf dem Spiel. Im
digitalen Zeitalter bieten Online-Plattformen zahlreiche
Möglichkeiten für Kreativschaffende und wir möchten, dass User unsere
Werke nutzen können. Die großen Plattformen, die mit unserem
geistigen Eigentum viel Geld verdienen, sollen uns dafür auch fair
bezahlen.“, so Cesár Sampson stellvertretend für tausende Kreative
aus Österreich.
Zwtl.: EU-BürgerInnen unterstützen Gesetzgebung zum Schutz der
Kunstschaffenden
Die Kunstschaffenden sind die Kronjuwelen Europas und wir müssen
sie schützen, das behauptete der Präsidenten der Europäischen
Kommission, Jean-Claude Juncker, in seiner Rede zur Lage der
Europäischen Union. Laut einer kürzlich durchgeführten Umfrage* in
jenen europäischen Ländern, wo die Richtlinie besonders heiß umkämpft
ist, unterstützen 87% der Befragten eine Gesetzgebung zum Schutz der
Kunstschaffenden. 60% der Befragten sind der Meinung, dass
Online-Plattformen Kreativschaffende nicht fair für die Nutzung ihrer
Werke vergüten. Ein klares Mandat an die Abgeordneten im
EU-Parlament, für die Novelle der Urheberrechts-Richtlinie zu stimmen
und so europäische Kultur und Arbeitsplätze zu sichern. Denn zwei von
drei EU-BürgerInnen glauben, dass Technologie-Giganten mehr Macht
haben als die Europäische Union.
Zwtl.: Angemessene Vergütung sichert kulturelle Vielfalt
Als Gesellschaft der Autoren, Komponisten und Musikverleger
vertritt die AKM aktiv die Interessen ihrer Mitglieder und sieht die
kulturelle Vielfalt in Gefahr: „Ohne angemessene Vergütung ist es für
Kunstschaffende auf Dauer nicht möglich, weiterhin kreativ tätig zu
sein. Dies würde zu einer verkürzenden Einengung auf bestimmte
Repertoires und dem Verschwinden von alternativer und
avantgardistischer Kunst führen. Wenn aber kulturelle Vielfalt
gewünscht ist, dann ist es unbedingt erforderlich, sich für das
geistige Eigentum stark zu machen!“ appelliert AKM Generaldirektor
Gernot Graninger an die Abgeordneten im EU-Parlament.
*Online-Befragung durch das Meinungsforschungsinstitut Harris
Interactive in Spanien, Italien, Deutschland, Polen, Tschechische
Republik, Rumänien, Griechenland und Frankreich. Auftraggeber: Europe
for Creators, August 2018.
AKM Autoren, Komponisten und Musikverleger reg. Gen.m.b.H.
Susanne Lontzen
Leiterin Mitglieder & Kommunikation
+43(0)50717-19110
susanne.lontzen@akm.at
http://www.akm.at
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