Leistbares Wohnen – mehr Geld zum Leben

Graz (OTS) – Immer mehr Menschen sind beim Mietrecht verunsichert und
stöhnen unter den immer höheren Kosten. Über 10.000 Anfragen
verzeichnet der AK-Konsumentenschutz im Bereich Wohnen, ein Großteil
aller Anfragen. AK-Präsident Josef Pesserl fordert die Umsetzung des
AK-Maßnahmenbündels zum Schutz der steirischen Mieter: „Den Steirern
bleibt immer weniger zum Leben im Börsel. Es kann nicht sein, dass
sie nur mehr fürs Wohnen arbeiten.“

„Die Anfragen zum Thema Wohnen sind im Vergleich zu 2017 um satte 32
Prozent gestiegen“, sagt AK-Konsumentenschützerin Bettina
Schrittwieser. Der Bereich Kosten wie Fragen zu Mietzins, Betriebs-
und Heizkosten, Maklerprovisionen und Kautionen steht ganz oben.
Unter den Top 5 finden sich weiters Fragen zur Erhaltung und Mängeln
bei der Wohnung und zur Kündigung des Mietvertrags.

Zwtl.: Mietkosten Steiermark: Mehr Ausgaben – weniger Geld zum Leben

Von den rund 541.000 Wohnungen in der Steiermark sind etwas mehr
als ein Drittel Mietwohnungen. Im Durchschnitt waren im Vorjahr 7,20
Euro/m² (ein Anstieg um 30 Cent) für Miete und Betriebskosten zu
bezahlen. Richtig teuer wird es, wenn man in eine befristete
Privatwohnung zieht: Man zahlt im Schnitt 9 Euro/m² (+30 Cent).
AK-Präsident Josef Pesserl fordert, dass das Angebot an günstigem
Wohnraum erhöht wird und Wohnungssuchende vor Preissprüngen geschützt
werden. „Es kann nicht sein, dass die Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer in der Steiermark bald nur mehr für die Miete arbeiten
und ihnen zum Leben nichts mehr bleibt“, sagt Präsident Pesserl.

Zwtl.: Junge besonders betroffen

Gerade Jugendlichen und jungen Familien werde durch die permanent
steigenden Mietpreise der Start ins neue Leben mit eigener Wohnung
zunehmend erschwert, teilweise verunmöglicht. „Die, bei denen das
Geld am knappsten ist, müssen am meisten davon fürs Wohnen hergeben:
So geht das nicht weiter“, stellt Pesserl fest und fordert die
Politik zum Handeln auf: „Es ist allerhöchste Zeit. Die steirischen
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer brauchen Regeln, die sie vor zu
hohen Mieten schützen. Für ein gutes Leben und mehr Kaufkraft in der
Steiermark sagen wir: Stopp der Mietpreisturbine.“

Zwtl.: Maßnahmenbündel für leistbaren Wohnraum und Mieterschutz

Förderung von sozialem und genossenschaftlichem Wohnbau durch
• Grundstücksvorsorge und Baulandsicherung
• Zweckbindung des Wohnbauförderungsbeitrags
• Wohnbauoffensive
Neues Mietrecht
• Es braucht klare Regeln für alle Mietwohnungen mit Obergrenzen
• Verbot von befristeten Mietverträgen außer bei Eigenbedarf
• Sanktionen bei gesetzwidrig überhöhten Mieten
Betriebskosten senken
• Betriebskostenkatalog entrümpeln
• Grundsteuer, Versicherungs- und Verwaltungskosten herausnehmen
Maklerprovision zahlt der Besteller
• Keine Überwälzung der Maklerkosten auf die Mieterinnen und Mieter

Alle Unterlagen und ein Foto der Pressekonferenz finden Sie unter
[www.akstmk.at/presse] (http://www.akstmk.at/presse)

Kammer für Arbeiter und Angestellte für Steiermark
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