
Umweltdachverband fordert: Kurz und Löger müssen jetzt finanzielle Verantwortung für Klimaschutz übernehmen!
– Österreich muss weltweit wirkendes Signal setzen: 100 Millionen Euro für Grünen Klimafonds fix machen und Klimaschutzziele an Pariser Abkommen anpassen!
Wien (OTS) – Umweltdachverband appelliert an BK Kurz, Finanz-,
Verkehrs-, Wirtschafts-, und Nachhaltigkeitsministerium: Jetzt
handeln ist günstiger als später Milliardenstrafen zahlen und
Naturkatastrophen in Kauf nehmen
Für die gemeinsame internationale Klimapolitik, über die im Rahmen
der Klimakonferenz COP24 in Kattowitz verhandelt wird, wird es ernst:
Während Deutschland bereits im Vorfeld der COP24 eine Verdopplung
seiner Finanzierung des Grünen Klimafonds der Vereinten Nationen ab
2020 zugesagt hat, hält sich Österreich mit einem verbindlichen
Zugeständnis für die erwarteten 100 Millionen Euro bislang zurück.
Über den Fonds sollen ab 2020 jährlich 100 Milliarden US-Dollar
bereitgestellt werden, um in Entwicklungsländern zur Minderung von
Treibhausgasemissionen und Klima-Anpassungen beizutragen. Der
Umweltdachverband fordert, dass Österreich 100 Millionen Euro – weit
weniger als der durchschnittliche Preis für einen Kilometer Autobahn
– für den Grünen Klimafonds ab 2020 als wichtigen Impuls in Richtung
Europa und darüber hinaus beisteuert.
Kaskade des Scheiterns im Klimaschutz
Darüber hinaus fehlen auch im Nationalen Energie- und Klimaplan
Österreichs klimawirksame Maßnahmen. „Die bisherigen Maßnahmen
Österreichs zur Erfüllung der Klimaziele sind eine Kaskade des
Scheiterns. Ein Energieeffizienzgesetz, das mehr schadet als hilft,
nationale Zielsetzungen, die die völkerrechtliche Verpflichtung zum
Pariser Klimaschutzabkommen nicht erfüllen und insgesamt keine
konkreten Maßnahmen. Die Regierung muss Verantwortung übernehmen –
wie es viele private Unternehmen und Kommunen bereits mit
Vorbildwirkung tun. Wir fordern, dass nicht nur das BMNT, sondern
endlich auch Bundeskanzler Kurz sowie das Finanz-, Verkehrs- und das
Wirtschaftsministerium mehr Verantwortung übernehmen und verbindliche
Maßnahmen zur Abwendung des Klimawandels zusagen – was zudem die
deutlich günstigere Variante wäre, als später Strafzahlungen in
Milliardenhöhe zu verbuchen“, sagt Reinhold Christian, Vizepräsident
des Umweltdachverbandes und Präsident des Forum Wissenschaft und
Umwelt, der bei der COP24 in Kattowitz im Rahmen der österreichischen
Delegation vor Ort ist.
Nationaler Energie- und Klimaplan: Einbeziehung der Zivilgesellschaft
entscheidend
Weitere Voraussetzung für eine erfolgreiche Energiewende ist die
Akzeptanz und Unterstützung auf Verbraucherseite. „Umweltfreundliches
Verhalten braucht eine starke und transparente Einbindung der
Zivilgesellschaft. Nur wenn BürgerInnen bei der Entwicklung von
Maßnahmen und Instrumenten zur Erreichung der Klima- und Energieziele
eine zentrale Rolle einnehmen, lassen sich Lösungen nachhaltig
verankern – als Umweltdachverband möchten wir unsere Expertise gerne
in die weitere Ausgestaltung einbringen“, so Christian abschließend.
[
Die Stellungnahme zum Nationalen Energie- und Klimaplan Österreichs
des Umweltdachverbandes gemeinsam mit dem Forum Wissenschaft & Umwelt
finden Sie hier (PDF-Download).]
(https://www.umweltdachverband.at/assets/Umweltdachverband/Publikatio
nen/Stellungnahmen/Stellungnahme-zum-Entwurf-NEKP-FWU-07.12.2018.pdf)
Umweltdachverband
Mag.a Karin Hartmeyer
Öffentlichkeitsarbeit
(++43-1)40113/49
karin.hartmeyer@umweltdachverband.at
http://www.umweltdachverband.at
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