
Späte Erkenntnis: „Wohnbonus“ in der AK
Fritz Pöltl (FCG-ÖAAB): „Dem Thema Wohnen hätte man schon in den vergangenen fünf Jahren mehr Aufmerksamkeit schenken müssen!“
Wien (OTS) – Die Arbeiterkammer hat das Thema um explodierende Mieten entdeckt. Wie Medienberichten zu entnehmen ist, fordert Kammerpräsidentin Renate Anderl der Fraktion sozialistischer Gewerkschafter (FSG) – anders als die Bundes-SPÖ, die eine Befreiung von der Mehrwertsteuer verlangt – dass Mietkosten bis zu 500 Euro als „Wohnbonus“ steuerlich absetzbar werden müssen. Selbiges soll laut Anderl überraschender Weise auch für Häuselbauer im ländlichen Raum gelten. Wohnungsmieter und Eigentümer würden so um rund 1,2 Milliarden Euro entlastet, wie Steuerexperten der AK errechnet haben wollen.
Warum erst jetzt?
„Dass nun auch die rote AK-Mehrheit auf das aktuelle Thema Wohnen aufgesprungen ist, liegt wohl an den bevorstehenden AK-Wahlterminen. Die FSG wäre freilich gut beraten gewesen, dem Thema schon in den vergangenen 5 Jahren mehr Aufmerksamkeit zu schenken, als die Mieten um rund 40 Prozent angestiegen sind. Warum erst jetzt? Das damaligen FSG-Wahlversprechen – ‚Wohnen muss billiger werden‘– ist nach der Wahl bei der roten Fraktion aber in Vergessenheit geraten“, kritisiert der Spitzenkandidat der FCG-ÖAAB-Fraktion in der AK-Wien Fritz Pöltl den späten Einstieg in die Thematik. Hinzu komme, dass in Wien Betriebskosten für Wohnungen mit regelmäßige Gebührenerhöhungen der rotgrünen Stadtregierung in schwindelerregende Höhen getrieben wurden. Proteste der Sozialdemokraten der AK gab es dazu freilich keine.
Gemeinsam Mieten bremsen
Abzuwarten bleibt nach der wahlwerbewirksamen und exklusiven Ankündigung des „Wohnbonus“ im ORF, ob die FSG-Fraktion nun auch bei den vielen wichtigen Anträgen und Forderungen der FCG-ÖAAB-Fraktion zum Wohl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Vollversammlung der AK mitgehen wird. Die Forderung von Fritz Pöltl dazu ist bekannt: „Mieten dürfen nicht stärker steigen als die Löhne und Gehälter! Damit wäre allen geholfen. Und zwar wirksam und dauerhaft.“
Fraktion christlicher Gewerkschafter Wien
KR Friedrich Pöltl
FCG-Landesgeschäftsführer
Tel.: 01/5344479481
Johann Böhm Platz 1
1020 Wien
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