Oö. Volksblatt: „Mehr Netto“ (von Markus EBERT)

Ausgabe vom 02. Mai 2019

Linz (OTS) – Wie schwer man sich mit der Arbeit der Regierung tun kann, hat sehr exemplarisch der Kärntner LH und Vize-Vorsitzende der Bundes-SPÖ, Peter Kaiser, gezeigt. Während in Wien die Präsentation der Steuerreform durch die Regierungsspitzen noch lief, wusste Kaiser schon, dass „eine kleine graue Maus namens Steuerreform“ geboren worden sei, „zu wenig und zu spät“ sei das „Reförmchen“. Nimmt man Kaiser auf der einen Seite und die Superlative — „Meilenstein, großer Wurf“ und Ähnliches — auf der anderen Seite, dann weiß man schon: Die Wahrheit liegt wie so oft in der Mitte. Steuerzahler zu entlasten ist grundsäztlich nicht Nichts, 8,3 Milliarden Euro sind eine beachtliche Summe, und wenn der Regierungsplan aufgeht, haben der Wirtschaftsstandort Österreich und damit die Arbeitnehmer ihren Nutzen. Dass es höchste Zeit ist, im „Höchststeuerland Österreich, in dem den arbeitenden Menschen zu wenig Netto vom Bruttogehalt bleibt“ (O-Ton Bundeskanzler Kurz), auf die Abgabenbremse zu steigen, versteht sich von selbst. Und auch wenn die soziale Komponente der Reform mit der Entlastung der kleinen Einkommen betont wird, steht auch fest: Jene, die die größte Steuerlast tragen, haben sich spürbar mehr Netto umso mehr verdient.

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