Wiener Tierschutzverein: Drei Haustiere ausgesetzt

Ausgesetzt und verlassen: Zwei Wellensittiche und ein Meerschweinchen wurden von Unbekannten ihrem Schicksal überlassen. Tiere wurden gerettet und erholen sich im WTV.

Vösendorf (OTS) – Fast scheint es so, als wäre die Hitze des langen Wochenendes so manchen unredlichen Tierbesitzern zu Kopf gestiegen. Gleich drei ungewollte Haustiere sind seit Montag im Wiener Tierschutzverein (WTV) zu Gast.

Ein verdreckter Käfig mit zwei Wellensittichen wurde in der Nacht auf Montag direkt vor den Toren des WTV in Vösendorf von Unbekannten abgestellt. Die erste WTV-Mitarbeiterin, die am Morgen eintraf, entdeckte die Ziervögel (es handelt sich um ein Männchen und ein Weibchen) zum Glück gleich und nahm sie an sich. Die Tiere wurden tierärztlich untersucht und befinden sich in einem guten Zustand. „Bonnie“ und „Clyde“ sind nun im Kleintierhaus des WTV untergebracht, wo sie sich nun erholen dürfen. Sie können schon bald an liebevolle Menschen vergeben werden.

Auch ein ausgesetztes Meerschweinchen hatte Glück im Unglück. Es wurde am Montagmorgen im Hörndlwald in Wien-Hietzing (13. Bezirk) von einem Pensionisten bei einem Spaziergang entdeckt. Es wurde in einem Transporter im Wald abgestellt. Der Mann brachte das Tier umgehend in den WTV. Beim veterinärmedizinischen Check wurden keine Auffälligkeiten festgestellt. Es handelt sich um ein rund sechs Monate altes Männchen, das nun auf den Namen „Fritz“ hört. Auch „Fritz“ lebt nun vorerst im WTV-Kleintierhaus und erhält hoffentlich nach Ablauf der gesetzlichen Fristen ein Zuhause bei Menschen, die ihn nicht wie Müll, sondern wie ein Lebewesen behandeln.

„Es ist nicht verwerflich, wenn man sich eingestehen muss, dass einem die Verantwortung für ein Tier über den Kopf wächst. Dann sollte man sich aber Hilfe bei geeigneten Institutionen wie dem WTV holen und ein Lebewesen nicht einfach rücksichtslos seinem Schicksal überlassen. Denn derartige Verhaltensweisen sind sehr wohl verwerflich, haben in unserer Gesellschaft keinen Platz und sind nicht zu tolerieren“, sagt WTV-Präsidentin Madeleine Petrovic. Dass das Aussetzen der beiden Ziervögel direkt vor einer Tierschutzorganisation stattgefunden habe, wo rasche Hilfe sehr wahrscheinlich sei, ist für Petrovic kein Milderungsgrund.

Mag. (FH) Oliver Bayer
Pressesprecher

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