
WELT-Mentefactum-Umfrage: Mehrheit glaubt, AKK reduziere als Verteidigungsministerin ihre Chancen auf Kanzlerschaft / Wahl zur EU-Kommissionspräsidentin: Anti-von-der-Leyen-Kurs der SPD war ein Fehler
Berlin (ots) – Annegret Kramp-Karrenbauer erhofft sich vom Wechsel ins Kabinett einen Vorteil im Rennen um die Kanzlerschaft. Aber geht dieses Kalkül auf?
In einer repräsentativen Mentefactum-Umfrage für den Nachrichtensender WELT glauben nur 20 Prozent der Befragten, dass der Griff nach dem Verteidigungsressort die Kanzlerschaftschancen von AKK verbessert. Dagegen meinen 58 Prozent, dass AKKs Chancen im Rennen um die Merkel-Nachfolge mit dem schwierigen Ministerinnenamt im Rücken eher schlechter geworden sind.
Ob Ursula von der Leyen eine gute neue EU-Kommissionspräsidentin wird? Da möchten sich die Deutschen noch nicht so recht festlegen. 37 Prozent der Befragten erwarten, dass sie ihren neuen Job eher gut machen wird, während 31 Prozent vermuten, dass von der Leyen eine eher schlechte EU-Kommissionspräsidentin wird. Die Zahl der Unentschiedenen ist entsprechend hoch.
Die Ideen, die Ursula von der Leyen in ihrer Bewerbungsrede als Agenda formulierte, finden die Befragten mehrheitlich gut. Das gilt vor allem für den verschärften Klimaschutz (81 Prozent), den europäischen Mindestlohn (80 Prozent) und die Stärkung von Frontex, um den Grenzschutz zu verbessern (68 Prozent). Nur die vage Ankündigung, dem Brexit zur Not etwas mehr Zeit zu geben, stößt auf wenig Gegenliebe bei den Bürger*innen – nur 32 Prozent halten das für eine gute Idee.
Dass sich die deutschen Europaabgeordneten der SPD bis zuletzt weigerten, Ursula von der Leyen zu wählen, halten 47 Prozent der Deutschen für einen Fehler. 32 Prozent finden die Verweigerungshaltung der SPD richtig. Bei den eigenen Anhängern fällt das Urteil noch negativer aus: 52 Prozent der SPD-Anhänger halten den Anti-von-der-Leyen-Kurs ihrer SPD für einen Fehler, 38 Prozent finden ihn richtig.
Feldzeit: 17.07.2019
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