Oö. Volksblatt: „Leere Vorwürfe“ (von Christian HAUBNER)

Ausgabe vom 3. September 2019

Linz (OTS) – Natürlich kann man krampfhaft versuchen, zwischen allen möglichen Dingen und Sachverhalten Zusammenhänge zu konstruieren. Nichts anderes ist das täglich‘ Brot von Verschwörungstheoretikern. Das Problem dabei ist lediglich, dass nicht das Wissen um Zusammenhänge im Vordergrund steht. Im Gegenteil, Fakten werden gern ausgeblendet, vor allem jene, die nicht zur eigenen gewünschten Theorie passen. Und damit verlässt man den Boden der Seriosität und der Wahrheit.
Problematisch wird es, wenn man anderen Böses unterstellt. Das war etwa im Fall des Schredderns von Festplatten aus dem Bundeskanzleramt vor dem Regierungswechsel so. Geradezu sehnsüchtig haben politische Mitbewerber versucht, einen Zusammenhang zum Ibiza-Video mit Ex-FPÖ-Chef Strache herbeizureden. Der berechtigte Einspruch, dass Druckerfestplatten wohl nichts damit zu tun haben könnten, wurde geflissentlich ignoriert. Umso schöner, dass es Institutionen gibt, die ausschließlich auf Basis von Fakten arbeiten. Eine davon, die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft, hat die Schredder-Ermittlungen abgegeben und es damit amtlich gemacht: Es gibt keine Zusammenhänge zwischen den geschredderten Festplatten und dem Ibiza-Video.

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