Finale des „Universum“-Dreiteilers „Fabelhafte Tierbabys“

Teil 3: „Beinahe selbstständig“ am 17. September um 20.15 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) – Für alle Heranwachsenden bedeutet es einen Riesenschritt, wenn sie von den Eltern unabhängig werden. In der Tierwelt geht diese Entwicklung sehr viel schneller als bei Menschen – aber die Hürden auf dem Weg dorthin sind oft gar nicht so unähnlich. Der dritte und letzte, von James Hemming, Peter Lown und John Gray gestaltete Teil der neuen „Universum“-Serie „Fabelhafte Tierbabys“ mit dem Titel „Beinahe selbstständig“ zeigt die Protagonisten des Dreiteilers am Dienstag, dem 17. September 2019, um 20.15 Uhr in ORF 2 am Ende ihrer „Babyzeit“.

Noch darf das Gorilla-Mädchen in Uganda auf dem Rücken der Mutter reiten, wenn sie den Sumpf durchstreift, um nahrhafte Disteln zu ernten. Beim Distelpflücken schaut die Einjährige aufmerksam zu, denn es gilt, eine besondere Technik zu lernen: Die Blätter werden mit den Dornen nach innen zusammengefaltet, bevor die Mutter sie verspeist – so bleiben Lippen und Zunge unverletzt. Das beherrscht die Kleine noch nicht, aber fast alles andere Essbare kann sie bereits selbst erkennen und handhaben. Ganz ohne Hilfe klettert sie jetzt in die Baumkronen. Doch in den Wipfeln ist es gar nicht so leicht, sicheren Halt zu finden und gleichzeitig nach reifen Früchten zu greifen.

Auch der kleine Seeotter in der Bucht vor Kalifornien beginnt bereits selbst Nahrung zu finden. Die Tintenfische, die zur Laichzeit in die Bucht kommen, sind noch leichte Beute. Was er aber unbedingt lernen muss, wenn er überleben will, ist die Technik, mit der Seeotter die Muscheln und Schalentiere knacken, die ihre Hauptnahrung sind: das Aufklopfen der harten Schalen auf einem Stein, den sie eigens zu diesem Zweck vom Meeresgrund hochtauchen. Und je mehr der flaumige Babypelz, der dem Kleinen in den ersten Monaten verlässlich Auftrieb verschafft hat, dem Fellkleid des Ausgewachsenen weicht, desto besser und erfolgreicher wird er im Tauchen und Jagen. Schon bald kann die Mutter ihn unbesorgt sich selbst überlassen.

Das Elefanten-Kalb in Kenia wird nicht nur von der Mutter, sondern von einer ganzen Herde von Verwandten betreut. Mit einem Jahr kann es auch schon fast problemlos mit den Großen Schritt halten. Doch den Gebrauch des Rüssels muss es unbedingt noch verbessern: In der Trockenzeit werden stachelige Akazientriebe vielleicht das einzig vorhandene Grünfutter sein – bis dahin muss das Kalb den Rüssel so geschickt einsetzen, dass es sich beim Ernten nicht verletzt. Auch das Trinken mit dem Rüssel ist am Anfang gar nicht so leicht, wie es bei den Großen aussieht. Zum Glück wird das Kalb noch ein ganzes weiteres Jahr gesäugt, und bis dahin wird es sein vielseitiges Riech-, Greif- und Kommunikationsinstrument in den Griff bekommen haben. Als weibliches Tier wird es vermutlich sein ganzes Leben in dieser Verwandten-Herde verbringen.

Nicht so der junge Makaken-„Prinz“ auf Sri Lanka. Als Sohn eines hochrangigen Weibchens hat der Einjährige bisher allerlei Privilegien genossen: Seine Mutter hatte die nahrhafteste Milch, denn sie hatte Vorrang bei der Nahrungsaufnahme, und der Kleine hat selbst auch schnell das Gehabe übernommen, mit dem hochrangige erwachsene Affen ihre Rechte geltend machen. Sein Ungestüm hat ihn dabei oft verleitet, allzu sehr auf seinen Rang zu pochen, womit er sich keine Freunde gemacht hat. Er muss jetzt dringend lernen, auch sanftere Seiten zu entwickeln und unter den Altersgenossen Verbündete gewinnen, denn er steht vor einem entscheidenden Wendepunkt: Alle jungen Männchen müssen schließlich ihre Herkunftsfamilie verlassen und sich einer anderen Gruppe anschließen. Als unbeliebter Außenseiter ist das fast unmöglich – es ist höchste Zeit für ein paar lebenswichtige Lektionen Makaken-„Diplomatie“.

Für den letzten Teil des „Universum“-Dreiteilers halten die drei erfahrenen Tierfilmer James Hemming, Peter Lown und John Gray gleichsam einen „Logenplatz“ in der Wildnis für das Publikum bereit:
mit ausgezeichneter Sicht auf das Heranwachsen in freier Wildbahn, gleichzeitig aber auch mit einem humorvollen Blick auf die Herausforderungen, mit denen die Tierbabys konfrontiert sind – und die wir aus menschlicher Sicht nur allzu gut nachempfinden können.

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender