
Voglauer/Grüne: Bio-Weideflächenfiasko verhindern
Bäuerinnen und Bauern dürfen nicht im Regen stehen gelassen werden
Wien (OTS) – „Heute bekommen tausende Biobetriebe in Österreich einen Brief, der sie auf gravierende Änderungen in den Vorschriften zur Weidehaltung vorbereitet. Viele von ihnen werden aus allen Wolken fallen, viele stellt es vor enorme Herausforderungen. Wir müssen nun alles daransetzen, ein Fiasko wie damals bei den Almflächen zu vermeiden. Bäuerinnen und Bauern dürfen nicht die Leidtragenden behördlicher Auseinandersetzungen sein“, sagt Olga Voglauer, grüne Nationalratsabgeordnete und selbst Biobäuerin.
Die EU-Kommission hat 2017 ein Audit über die Umsetzung der EU-Bioverordnung in Österreich durchgeführt. Ein Ergebnis davon ist die Beanstandung der österreichischen Interpretation der Regelungen in Bezug auf die Weidehaltung. Österreich soll nun Änderungen veranlassen.
„Für viele Bäuerinnen und Bauern ist das ein Schlag ins Gesicht. Sie haben ihren Betrieb im Vertrauen auf die Vorschriften organisiert und alle Verträge eingehalten. Wenn nun das Landwirtschaftsministerium und die EU-Kommission sich darüber streiten, wie die EU-Verordnung interpretiert werden soll, darf das nicht auf dem Rücken der Biobetriebe passieren. Bäuerliche Betriebe brauchen Rechtssicherheit – nachträgliche Richtlinienänderungen dürfen sich nicht negativ auf die Betriebe auswirken“, meint Voglauer.
Die Grünen fordern alle Beteiligten auf, daran zu arbeiten, eine praktikable Lösung für die Betriebe zu finden. Danach gilt es, die Weideregelungen für die Zukunft weiterzuentwickeln.
„Wir Grüne wollen mehr, und nicht weniger Biobetriebe in Österreich. Die Biolandwirtschaft produziert nicht nur wertvolle Lebensmittel, sondern trägt maßgeblich dazu bei, die Klimakrise zu bewältigen und die Artenvielfalt zu erhalten. Wir erwarten, dass sowohl die Übergangsregierung als auch die Kommission alle Anstrengungen unternehmen, um eine tragfähige Basis für die Weiterentwicklung der Biolandwirtschaft zu schaffen“, sagt Voglauer.
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