
Bundesjugendvertretung zum Frauentag: Regierung darf Augen nicht verschließen!
Zum Frauentag macht die BJV auf dringenden Handlungsbedarf beim Gewaltschutz aufmerksam.
Wien (OTS) – Anlässlich des bevorstehenden Frauentags am 8. März macht die Bundesjugendvertretung (BJV) auf die Lücken in der Frauenpolitik aufmerksam: „Wie wir in unserer Regierungsprogrammanalyse aufzeigen, hat die Bundesregierung die Augen vor den Frauenagenden verschlossen. Das Frauenkapitel ist völlig lückenhaft und unkonkret, das ist eine große Enttäuschung“, kritisiert BJV-Vorsitzende Caroline Pavitsits.
„Wir finden im Regierungsprogramm keine Vorhaben, die die Ungleichbehandlung zwischen den Geschlechtern wirklich aufbrechen würden“, betont auch Julia Rainer, Sprecherin des BJV-Frauenkomitees.
„Stereotype und Rollenbilder werden leider nach wie vor tradiert, das fängt schon im Kleinkindalter an, wo Kinder in bestimmte Rollen gedrängt werden“, so Rainer weiter.
Gewaltschutz ernst nehmen!
Besonders kritisch sieht die BJV, wie sich die Regierung in Sachen Gewaltschutz aus der Verantwortung zieht: „Morde an Frauen häufen sich, im Jahr 2020 müssen wir bereits sechs Frauenmorde verzeichnen. Prävention und Schutz der Frauen müssen jetzt ganz oben auf der politischen Agenda stehen! Gewalt gegen Frauen ist keine Privatsache“, betont Pavitsits.
Die BJV weist darauf hin, dass im Regierungsprogramm zwar der Ausbau von Beratungsstellen, Opferschutz- und Gewaltschutzeinrichtungen sowie die Aufstockung des Frauenbudgets festgeschrieben sind, die politische Realität derzeit aber anders aussieht: „Es darf nicht sein, dass die für gewaltbetroffene Frauen wichtigen Einrichtungen selbst um ihre Existenz fürchten müssen. Sowohl die Finanzierung der Frauenhelpline gegen Gewalt und die Weiterführung der Frauenhäuser in Salzburg müssen garantiert werden. Hier braucht es dringend Absicherung und verbindliche Entscheidungen der Politik. Lippenbekenntnisse sind im Bereich Gewaltschutz zu wenig“, so Rainer abschließend.
Bundesjugendvertretung
Anna Pranic
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