
NEOS Wien/Wiederkehr: 20 Jahre Konzept- und Planlosigkeit bei Marxhalle – Stadtrechnungshof deckt auf
Wien (OTS) – Die Geschichte zur Nutzung der Marxhalle ist eine (zu) lange. Seit nun 20 Jahren versucht die Stadt Wien mittels ihres Unternehmens der WSE Wiener Standortentwicklung GmbH mit unterschiedlichsten Konzepten, Machbarkeitsstudien, Plänen usw. die Halle einer nachhaltigen Nutzung zuzuführen – bislang leider erfolglos. „Der Stadtrechnungshof deckt in seinem aktuellen Bericht das jahrelange Versagen auf. Begonnen hat die Stadt Wien zum Zeitpunkt der Jahrtausendwende mit verschiedensten Nutzungskonzepten, um 14 Jahre später festzustellen, dass alle Projekte dann eher unrealistisch und nicht nachhaltig seien. Einen neuen Versuch hat man 2014 mit dem Prozess Neu Marx reloaded versucht, der dann wiederum von einem neuen Masterplan abgelöst wurde. Was hat das alles über die Jahre gebracht? Nichts Sinnvolles, aber – wie wir das von der Stadt Wien leider schon zur Genüge kennen – durchaus hohe Kosten für die Steuerzahlenden dieser Stadt“, ärgert sich NEOS Wien Klubobmann Christoph Wiederkehr.
Allein die Projektentwicklungsgesellschaft hat in den Jahren 2014-2017 beinahe 1 Mio. Euro Bilanzverlust verzeichnen müssen. Für Planungen der zwar angedachten aber niemals realisierten Probebühne für die Vereinigten Bühnen Wien hat man einfach mal so 720.000 Euro in den Sand gesetzt. Auch für den 2017 durchgeführten Verkauf fielen Beratungskosten iHv 180.000 Euro an, obwohl man von einem Unternehmen wie der WSE ja eigentlich davon ausgehen sollte, das sie solche Aufgaben selbst erledigen könne. „Die Konzept- und Planlosigkeit der Stadt Wien ist schon ein Wahnsinn an sich, aber dass selbst der Stadtrechnungshof keinen Überblick bekommen konnte, was diese zwischenzeitlichen Projekte, Konzepte und das jahrelange Fehlmanagement den Steuerzahlenden insgesamt gekostet hat, ist wirklich nicht zu fassen“, zeigt sich Wiederkehr verärgert. „Etwaige Schadensersatzzahlungen in Millionenhöhe für die Folgen des Hallenbrands in der Marxhalle sind wohl noch offen, die Zukunft des Areals scheint derzeit noch immer unklar. In 20 Jahren hätte man wahrlich besseres leisten können“, so der Klubobmann abschließend.
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