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„Orientierung“ zeigt: Pandemie bringt 24-Stunden-Pflege in Not

Am 29. März um 12.30 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) – Sandra Szabo präsentiert „Orientierung“ am Sonntag, dem 29. März 2020, um 12.30 Uhr in ORF 2 mit folgenden Themen:

Pandemie bringt 24-Stunden-Pflege in Not
Europaweite Ein- und Ausreiseverbote und der Mangel an Coronavirus-Tests bringen pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen an den Rand der Verzweiflung. Die Folgen der Pandemie werden im Bereich der 24-Stunden-Pflege von Tag zu Tag dramatischer. „Ich frage mich, ob das in Ordnung ist, dass Menschen, die ihr Leben lang für dieses Land gearbeitet haben, im Stich gelassen werden“, sagt ein Mann, der seinen 95-jährigen Vater pflegen muss. Die rumänischen Pflegerinnen können nicht mehr nach Österreich, weil Grenzen gesperrt sind. Momentan helfen Pflegerinnen der Caritas. Ein Team der „Orientierung“ hat mit Betroffenen und Pflegerinnen gesprochen. Bericht: Zoran Dobrić

Mausklick statt Kanzel, Bildschirm statt persönlicher Begegnung Kirchen und Religionsgemeinschaften versuchen über Internetseiten ihre Gemeinden zu betreuen. Mittlerweile bieten Moscheen, Pfarren und Synagogen gemeinsame Gebete und Gottesdienste per Live-Stream an. Darüber hinaus gibt es auch zahlreiche seelsorgliche Angebote und Telefon-Hotlines, die Menschen helfen sollen, mit der Einsamkeit in Zeiten der Corona-Krise zurechtzukommen. Die „Orientierung“ hat einige Initiativen teils real, teils virtuell besucht. Mehr als 40 Mitglieder der katholischen Loretto-Gemeinschaft sind etwa schon vor einigen Tagen in Salzburg in freiwillige Quarantäne gegangen, um gemeinsam ein umfangreiches Onlineangebot zu produzieren und zu streamen. Im „Haus St. Peter“ der Diakonie de la Tour in Kärnten wurden Bewohnerinnen und Bewohner mit Mobiltelefonen und Laptops ausgestattet, damit sie mit ihren Verwandten in Kontakt bleiben können. Gernot Galib Stanfel postet Musik aus der islamischen Tradition. Und eine katholische Internet-Dating-Plattform erfährt in diesen Tagen besonders regen Zuspruch. Bericht: Marcus Marschalek

Mennonitische Flüchtlingshilfe Honduras
Nach wie vor versuchen viele junge Menschen aus den Ländern Mittelamerikas nach Norden zu ziehen, in die USA. Sie fliehen vor der Armut und weil sie kaum Perspektiven für ihr Leben sehen. Sie fliehen auch vor gewalttätigen Jugendbanden, den so genannten Maras, die oft ganze Stadtteile kontrollieren. Aber schon lange vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie wurden die Grenzen Mexikos und der USA hermetisch abgeriegelt. In Honduras, dem nördlichen Nachbarstaat El Salvadors, landen viele junge Flüchtlinge, die aus den USA und Mexiko abgeschoben wurden. Mit mexikanischer Unterstützung werden nun Arbeitsplätze geschaffen, um so gegen die Fluchtgründe vorzugehen. Unter den Hilfsorganisationen, die den jungen Menschen beistehen, haben sich vor allem die Mennoniten einen Namen gemacht. Die evangelische Freikirche geht auf die Täuferbewegung der Reformationszeit zurück. In Honduras haben die Mennoniten ein Modell entwickelt, das bei Kindern und Jugendlichen ansetzt, um Wege aus Armutsfalle und Gewaltspirale zu weisen – eines von vielen Projekten, die bei einem Sozialforum von Bürgermeistern in der honduranischen Stadt Santa Barbara präsentiert wurden. Bericht: Leo Gabriel

Gestrandet auf Lesbos
Yousif Al Shewaili ist aus dem Irak geflüchtet und lebt seit zweieinhalb Jahren gemeinsam mit mehr als 22.000 Menschen im Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Lesbos. Mit seinem Handy filmt er Wasserhähne, aus denen kein Tropfen kommt. Er berichtet von Menschen, die bis zu zwei Tage Schlange stehen, um fünf Minuten mit einem Arzt sprechen zu können. Unter den Menschen grassiert die Angst vor der Corona-Pandemie. Die Sozialarbeiterin Magdalena Gartner befürchtet ein Massensterben, wenn sich das Coronavirus auch auf der griechischen Insel ausbreitet. Sie war für die britische NGO „Becky’s Bathhouse“ im Flüchtlingslager. Hilfsorganisationen – wie auch Caritas und Diakonie – fordern dringend, dass die Menschen evakuiert werden. Bericht: Sandra Szabo

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