
Wirtschafts- und Finanzbildung im Unterricht stärken
Wien (OTS) – „Um besser vorsorgen zu können und selbst unternehmerisch tätig zu werden, ist Wirtschafts- und Finanzkompetenz (WFK) eine entscheidende Voraussetzung“, so Stiftungspräsidentin Martha Schultz zur neuen Publikation der Julius Raab Stiftung. Die Präsentation der Detailergebnisse des Policy Papers, inklusive digitaler Angebote für den Online-Unterricht, findet am 23. April 2020 via Webinar statt.
Situation aufgrund COVID-19 zeigt die Bedeutung für digitale (Wirtschafts)bildung
Die Präsentation des Papiers, an dem in den letzten Monaten gearbeitet wurde, fällt in eine Zeit, in der der Unterricht anders aussieht als üblich. Das birgt Herausforderungen, aber auch die Chance innovative, digitale Lehr- und Lernmaterialien zu nutzen. Um sowohl für die jetzige Zeit, als auch darüber hinaus in Sachen Wirtschafts- und Finanzkompetenz gerüstet zu sein, gibt es auf der Homepage der Julius Raab Stiftung eine Sammlung von Initiativen, die WFK E-Learning und Online-Kurse anbieten. Die Julius Raab Stiftung ist auch Partner der Crowd-Plattform „[#aufgehts – gemeinsam digital durch diese Zeit] (https://aufgehts.community/)“ geworden, um gerade für den Bildungssektor kostenlose Online-Angebote zu liefern. Speziell im Bereich digitales spielerisches Lernen haben wir bereits einen Beitrag geleistet und möchten das in Zukunft verstärkt auch für das Thema Wirtschafts- und Finanzwissen tun.
Wirtschafts- und Finanzkompetenz ist Voraussetzung für Vorsorge und unternehmerisches Handeln
Um Freiheit in all seinen Facetten leben zu können, müssen Voraussetzungen erfüllt sein. Diese umfassen auch konkrete Fähigkeiten wie Wirtschafts- und Finanzkompetenz. Nur damit ist ein selbstbestimmtes und freies Leben und der Chance, besser für die Zukunft vorzusorgen, möglich. Eng damit verbunden ist die Fähigkeit zu unternehmerischem Denken und Handeln. „Unabhängig davon, ob man angestellt ist oder einen Gewerbeschein besitzt. Eine unternehmerische Haltung stellt eine wichtige Kompetenz für den Alltag dar, um Probleme zu erkennen, Lösungen zu entwickeln und diese auch umzusetzen,“ so Christoph Robinson, Geschäftsführer der Julius Raab Stiftung.
Österreich hat bei Wirtschafts- und Finanzwissen Aufholbedarf
Einer Studie der Wiener Börse aus dem Jahr 2017 zu Folge fühlen sich nur 8% der befragten ÖsterreicherInnen bei Wirtschafts- und Finanzthemen sattelfest. 77% der Befragten meinen auch, dass Finanzwissen in Österreichs Schulen zu wenig vermittelt wird. Auch die OECD stellte in einer großangelegten Studie im Jahr 2015 schon fest, dass es generell Wissenslücken im Bereich Finanzwissen in Österreich gibt. Präsidentin Martha Schultz möchte genau an dieser Situation etwas ändern und streicht hervor, „dass wir in Österreich dringlichen Aufholbedarf in der Finanzbildung haben und dafür können wir auf viele tolle Initiativen aufbauen“.
Status Quo im Bildungssystem
Studienergebnisse aus dem Bereich der Wirtschaftspädagogik zeigen, dass die Wirtschafts- und Finanzkompetenz bereits bei Schülerinnen und Schülern nicht ausreichend ankommt, obwohl das Bildungssystem mit einem eigenen Unterrichtsprinzip für Wirtschafts- und VerbraucherInnenbildung, einem eigenen Fach der Geografie- und Wirtschaftskunde und zahlreichen bestehenden Initiativen im Bereich ausgestattet ist. Deshalb widmete sich die Julius Raab Stiftung dem Thema und macht im Policy Paper „Wirtschafts- und Finanzkompetenz für ein selbstbestimmtes Leben“ Vorschläge, was es für bildungspolitische Maßnahmen braucht, um den Status Quo positiv zu verändern.
Neue Ansätze probieren
In drei Handlungsfeldern „Lehrende praxisorientiert für Wirtschafts- und Finanzkompetenz begeistern“, „Zeit und Ressourcen für Erfahrungswissen schaffen“ und „Wirtschafts- und Finanzkompetenz zum Angreifen“ macht die Julius Raab Stiftung neun Lösungsvorschläge, wie Wirtschafts- und Finanzwissen besser in den Schulklassen ankommen kann. Ein neuer Ansatz stellt die Idee eines fächerübergreifenden Unterrichts zwischen Geographie & Wirtschaftskunde und Werken dar, durch welches die komplementären Stärken beider Fächer zur Stärkung der Financial Literacy genützt werden können.
Die Julius Raab Stiftung
Die Julius Raab Stiftung ist einer der führenden Think-Tanks Österreichs und gehört zu den Gründungsmitgliedern des Verbands für gemeinnütziges Stiften. Ihrem unternehmerischen Selbstverständnis folgend, sieht sie sich auch als „Do-Tank“. Sie will neue politische Ideen entwickeln, die Österreich positiv verändern sollen. Dabei orientieren sich die Denkansätze an den Grundwerten der Freiheit, Verantwortung, Solidarität, Chancengerechtigkeit und Ehrlichkeit. In der Tradition des Namensgebers Julius Raab wird Unternehmertum und der Mittelstand gefördert und das erfolgreiche Modell der Ökosozialen Marktwirtschaft für das 21. Jahrhundert weiterentwickelt.
Julius Raab Stiftung
Mag. Christoph Robinson
Geschäftsführer
Tel.: 0664 88 42 42 06
Mail: c.robinson@juliusraabstiftung.at
Website: https://www.juliusraabstiftung.at/
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