Kölnische Rundschau zum Corona-Kurs in NRW

Köln (ots) – Irrlichtern ist fehl am Platz

Sandro Schmidt

zum Corona-Kurs in NRW

Hemdsärmelig drängeln wie nun bei den Kitas, verbal vorprechen und anders vollziehen wie in der Schulpolitik:  Zum wiederholten Mal wird die NRW-Regierung beim Thema Lockerung der Corona-Regeln auffällig. Nun darf man in der Sache durchaus streiten, welche Einzelmaßnahme zur Beherrschung der absehbar noch lange anhaltenden Krise unumgänglich, welche vernünftig und welche überflüssig sei.
Unumgänglich ist es etwa, das Verbot von Massenveranstaltungen aufrechtzuerhalten, wie die Heinsberg-Studie eindrucksvoll belegt. Unumgänglich wird es ebenso sein, Schutzmaßnahmen nun in der zweiten Phase regionaler auszurichten, nachdem eine Katastrophe wie in Italien bei uns durch kluges Agieren der Politiker fürs Erste abgewendet wurde. Denn warum soll sich Mecklenburg mit 43 Infizierten auf 100 000 Einwohnern und einem Zuwachs von einem Fall pro Tag denselben Restriktionen unterwerfen wie Bayern mit 329 Infizierten auf 100 000 und einem Zuwachs von am Sonntag 205 Fällen?  Bundesweit harte Einschränkungen bis zur Entwicklung eines Impfstoffes vielleicht in einem Jahr halten wir weder wirtschaftlich noch als Gesellschaft durch. Also hart sein dort, wo es nötig ist, und lockern dort, wo es verantwortbar scheint.
Zentral für den Erfolg der Corona-Politik ist es aber, der Bevölkerung die jeweilige Entscheidung klar und nachvollziehbar zu erklären. Sonst werden erstens die Menschen verunsichert und zweitens die Regeln nicht ernst genommen. Beides wäre verheerend. In diesem Punkt kann sich die immer wieder irrlichternde NRW-Regierung von Armin Laschet ein Beispiel nehmen an Bayern. Nicht ohne Grund gilt Markus Söder durch seine gradlinige Haltung und eindeutige Kommunikation inzwischen als einer der beliebtesten und vertrauenswürdigsten Politiker.
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