Die Empörung ist groß – ein KOMMENTAR von Holger Dumke zu den Corona-Demos
Essen (ots) – Gut, dass es Corona-Demos gibt! Die Art und Weise, wie Politik und Behörden mit der Pandemie umgehen, hat vielen Menschen sehr viel abverlangt (und tut es immer noch). Sie gehört hinterfragt. Corona-Protestierer über einen Kamm zu scheren, ist allemal falsch – und Demonstrationsfreiheit ein hohes Gut. Dieser Staat ist eben nicht auf dem Weg in die Diktatur, die manche Protestierer schon vor sich sehen.
Die Empörung ist groß, der Wahnsinn aber – man muss es deutlich sagen – ist es mitunter auch. Man hat auf vielen Corona-Demos gute Chancen, Menschen zu treffen, deren Weltbild sich nur noch aus verschwurbelten Internetkanälen speist. Sehr praktisch: Dort werden sich die Dinge genau so zurechtgesucht, wie es gerade passt. Die Gefahr der Radikalisierung ist da – und in vielen Fällen ist es wohl längst nicht mehr nur eine Gefahr. Polizei und Verfassungsschutz schauen zu Recht hin.
Zugleich aber müssen Politik und Behörden sich bei Corona-Maßnahmen immer wieder aufs Neue fragen: Was ist verhältnismäßig? Wer braucht besondere Unterstützung? Wo ist vielleicht auch mal etwas falsch und/oder irreführend? Und Corona-Kritiker müssen Fehler zugestehen und bereit sein, Fakten anzuerkennen.
Es hilft nichts. Durch diese Krise müssen alle gemeinsam durch.
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