GRAS Wien: Rote Machtgier beendet linke Exekutive auf ÖH Uni Wien

Weingartner: “Wir wollten arbeiten – der VSStÖ wollte Macht”

Wien (OTS) – Auf den Social Media-Kanälen des Verbands Sozialistischer Student_innen Wien (VSStÖ Wien) wurde gestern Abend nach 19 Jahren die linke Koalition an der Universitätsvertretung der Universität Wien (ÖH Uni Wien) aufgelöst. Die Grünen und Alternativen Student_innen Wien (GRAS Wien) kritisieren den respektlosen Umgang sowie die rote Machtgier des Verbandes. “Wir wollten arbeiten – der VSStÖ wollte Macht”, stellt Hannah Lea Weingartner, Aktivistin der GRAS Wien und Referentin für Nachhaltigkeit und Internationales an der ÖH Uni Wien, klar.

Am Montag dieser Woche legte der VSStÖ Wien seinen Koalitionspartner_innen ein neues Arbeitsübereinkommen vor. In diesem Abkommen wollte man sich die alleinige Entscheidungsmacht in allen Gremien sichern, sowie sich, gegen den aktuellen Koalitionsvertrag, weiterhin den 1. Vorsitz unter den Nagel reißen. “Nach dem nachweisbaren Versuch, die GRAS aus dem Vorsitz zu putschen und dem Vorlegen eines Ultimatums, das an Machtgeilheit nicht zu übertreffen ist, mussten wir gestern erfahren, dass der VSStÖ die linke Koalition an der ÖH Uni Wien beendet hat. Damit beweist der Verband einmal mehr, dass ihm die Anliegen der Student_innen vollkommen egal sind”, kritisiert Weingartner.

Seit Monaten blockiere der VSStÖ Wien die inhaltliche Arbeit der Koalition mittels machtpolitischer Spielchen und versuche entgegen des Koalitionsvertrages, seine Entscheidungskompetenz im Vorsitz auszuweiten. Vielfach wurde die Arbeit auf der Universitätsvertretung nicht nur gezielt manipuliert, sondern auch über getroffene Beschlüsse hinweg entschieden. “Es ist für uns als Koalitionspartnerin nichts neues mehr, dass der VSStÖ kein Interesse an einer konstruktiven Zusammenarbeit hat. Das haben sie schon oft bewiesen. Das was aber hier versucht wurde, geht eindeutig zu weit. Als GRAS stehen wir kompromisslos für die Anliegen der Student_innen ein, daran hat sich auch jetzt nichts geändert. Genau deswegen sind wir auch weiterhin bereit, auf Basis des bestehenden Koalitionsvertrages weiterzuarbeiten”, so Weingartner weiter.

Besonders während der aktuellen Coronakrise sei die Situation und die Eskalation seitens des VSStÖ Wiens überaus bedauerlich. Vor allem für die Student_innen bedeute dieser egoistische Akt ein Schlag ins Gesicht. Die Student_innen stünden während der Coronakrise ohnehin vor schwerwiegenden Problemen, wie finanziellen Notlagen und Unsicherheit im Studienverlauf. “Genau in dieser schwierigen Zeit fällt ihnen der VSStÖ in Rücken. Dieses Verhalten ist unentschuldbar. Was die Student_innen jetzt brauchen, ist eine starke, verlässliche und progressive Interessenvertretung. Stattdessen wird ihnen das wahre Gesicht der roten Student_innen gezeigt: Nichts als reine Machtgier”, erklärt Weingartner abschließend.

Hier geht es zum durch den VSStÖ vorgelegten Arbeitsübereinkommen:
[Google Drive]
(https://drive.google.com/file/d/1_anLHyA17f0pBljl3TBchlEfZ-2vISYV/)

Stephan Bartosch
Listensprecher

Grüne & Alternative Student_innen Wien
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