PP Ravensburg: Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Ravensburg und des Polizeipräsidiums Ravensburg vom 03.06.2020 Brandursache geklärt

Ravensburg (ots) – Wie ein von der Staatsanwaltschaft hinzugezogener Sachverständiger zwischenzeitlich festgestellt hat, ist der Brand in der Ravensburger Innenstadt, der in der Nacht zum 5. Mai einen Millionensachschaden verursachte, zweifelsfrei auf einen technischen Defekt zurückzuführen. Das Feuer hatte demnach, wie schon anfangs vermutet, seinen Ausgang in einem im Erdgeschoss befindlichen Stromverteilerkasten genommen. Durch die umfangreichen, notwendig gewordenen Sanierungsarbeiten beläuft sich der entstandene Sachschaden auf nunmehr über 1,5 Millionen Euro.

Oberstaatsanwalt Karl-Josef Diehl, Tel. 0751 806-1301

Erster Polizeihauptkommissar Markus Sauter, Tel. 0751 803-1011

Unsere Meldung vom 05.05.2020

Ravensburg

Zwei Leichtverletzte und hoher Sachschaden nach Wohnhausbrand

Am frühen Dienstagmorgen gegen 1.15 Uhr wurden Bewohner eines Mehrfamilienhauses am Gespinstmarkt durch die ausgelöste Brandmeldeanlage geweckt und bemerkten auch Rauch im Gebäude. Noch vor Eintreffen der alarmierten Feuerwehr gelang es nahezu allen im dem Gebäude befindlichen Personen, das Haus unversehrt zu verlassen. Lediglich ein 84-jähriger Anwohner wurde im Rahmen des Löschangriffs im verrauchten Treppenhaus angetroffen und durch Feuerwehrkräfte ins Freie gebracht. Der Mann wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung vom Rettungsdienst zur Beobachtung in ein Krankenhaus eingeliefert. Auch der Besitzer einer im Erdgeschoss befindlichen Gaststätte, der vom Hauseigentümer über den Brand informiert worden war und daraufhin seine Gasträume überprüfte, war kurzzeitig den Rauchgasen ausgesetzt und wurde ebenfalls hinsichtlich einer möglichen Rauchgasintoxikation ambulant vor Ort untersucht. Den ersten Ermittlungen der Polizei zufolge befindet sich die mutmaßliche Brandausbruchsstelle im Bereich eines Stromverteilerkastens im Erdgeschoss. Dort kam es neben einem offenen Brand, der sich durch Kabelschächte weiter ausbreitete, auch zu einer starken Rauchentwicklung, die sowohl durch das unmittelbar betroffene als auch durch das direkt angebaute Nachbargebäude zog. Der insbesondere dadurch entstandene Sachschaden wird auf mehr als 100.000 Euro geschätzt. Das Gebäude, in dem der Brand ausbrach, dürfte vorläufig nicht bewohnbar sein. Die Ursache des Brandausbruchs ist ungeklärt und Gegenstand der weiteren polizeilichen Ermittlungen.

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