
„WELTjournal/WELTjournal +“: „Bolivien – das Selbstbewusstsein der Indios“ und „Menschenhandel – Migranten für die Drecksarbeit“
Am 17. Juni ab 22.30 Uhr in ORF 2
Wien (OTS) – Das „WELTjournal“ – präsentiert von Christa Hofmann – zeigt am Mittwoch, dem 17. Juni 2020, um 22.30 Uhr in ORF 2 die Reportage „Bolivien – das Selbstbewusstsein der Indios“, für die Julieta Rudich in den bolivianischen Andenstädten La Paz und El Alto Menschen aus der indigenen Volksgruppe der Aymara begleitet hat. Im „WELTjournal +“ folgt um 23.05 Uhr die Dokumentation „Menschenhandel – Migranten für die Drecksarbeit“.
WELTjournal: „Bolivien – das Selbstbewusstsein der Indios“
In den vergangenen Wochen hat sich Lateinamerika zum neuen Hotspot der Corona-Pandemie entwickelt, stark betroffen ist auch der Andenstaat Bolivien. Die Pandemie trifft Bolivien in einer schwierigen Zeit: Unter dem ersten indigenen Präsidenten Evo Morales hatte sich der Andenstaat vom ärmsten Land Lateinamerikas hochgearbeitet und die Lage der Indios, die die Mehrheit der Bevölkerung stellen, verbessert. Doch im Vorjahr musste Morales wegen Wahlbetrugsvorwürfen auf Druck des Militärs zurücktreten, Unruhen brachen aus, Morales musste ins Ausland fliehen. Die selbsternannte rechtsliberale Interims-Präsidentin Jeanine Añez nutzt das Machtvakuum, um Bolivien wieder umzukrempeln, auch ohne parlamentarische Legitimation. Besonders bitter ist dies für die Indigenen, die einen historischen Rückschlag fürchten. „WELTjournal“ -Reporterin Julieta Rudich hat in den bolivianischen Andenstädten La Paz und El Alto auf 4.000 Metern Seehöhe Menschen begleitet, die so wie Evo Morales aus der indigenen Volksgruppe der Aymara stammen. Sie kommen „von ganz unten“ und kämpfen gegen rassistische Ungerechtigkeiten. Die Journalistin Yolanda Mamani erhebt ihre Stimme im Radio und als YouTuberin, der Aktivist Carlos Macusaya ist in intellektuellen Kreisen eine bekannte unbequeme Stimme. Von Evo Morales und seiner sozialistischen antiimperialistischen Politik waren sie anfangs begeistert, sein Bestreben, sich mit allen Mitteln an der Macht zu halten, sehen sie kritisch, doch jetzt fürchten sie, dass viele von Morales’ Errungenschaften wieder rückgängig gemacht werden.
WELTjournal +: „Menschenhandel – Migranten für die Drecksarbeit“
Junge Lateinamerikaner, die es illegal in die USA geschafft haben, erwartet oft ein tragisches Schicksal. Ihre Schlepper vermitteln sie weiter an skrupellose Unternehmer, die sie unter unwürdigen Bedingungen bis zu 15 Stunden täglich zu einem Hungerlohn arbeiten lassen – meist mit der Drohung, ihre Eltern zu Hause würden anderenfalls getötet. Nach Schätzungen von Menschenrechtsorganisationen fristen Hunderte lateinamerikanische Jugendliche in den USA ein Leben unter sklavenähnlichen Verhältnissen. Viele sind unfreiwillig auf einer umstrittenen Hühnerfarm in Ohio gelandet, die wegen systematischer Beschäftigung von Schwarzarbeitern wiederholt in die Schlagzeilen geraten ist. „WELTjournal +“ lässt Opfer, Unternehmer und mutmaßliche Menschenhändler zu Wort kommen. Der Film geht der Frage nach, wie die Jugendlichen durch alle sozialen und staatlichen Raster fallen konnten und beleuchtet, welch unrühmliche Rolle das US-Gesundheitsministerium dabei spielt.
http://presse.ORF.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender