Ex-Chef der Wirtschaftsweisen kritisiert Mindestlohn-Beschluss als zu hoch

Düsseldorf (ots) – Der frühere Chef der Wirtschaftsweisen, Christoph Schmidt, hat den Beschluss der Mindestlohnkommission zur Anhebung der Lohnuntergrenze kritisiert. „Die Folgen der Corona-Pandemie stellen den deutschen Arbeitsmarkt bereits jetzt vor große Herausforderungen, nicht zuletzt, weil sie die Existenz vieler Unternehmen gefährden“, sagte Schmidt der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Mittwoch). „Vor allem sind Verlauf und Ausmaß der erhofften gesamtwirtschaftlichen Erholung noch sehr unsicher. In dieser Situation empfiehlt es sich, gering ausgebildeten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern nicht noch zusätzlich die Chance auf Beschäftigung zu nehmen, indem man ihre Arbeit drastisch verteuert“, sagte der Präsident des Essener RWI-Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung. „Daher wäre anzuraten gewesen, die verabredete regelgebundene Vorgehensweise beizubehalten und den Mindestlohn moderat anzuheben“, sagte Schmidt. „Der Beschluss der Mindestlohnkommission wird diesem Vorsichtsprinzip nur bedingt gerecht.“

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