Ermittlungen gegen Berliner Flughafenchef Lütke Daldrup eingestellt

Berlin (ots) – Die Staatsanwaltschaft Cottbus hat die Ermittlungen gegen den Chef der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg GmbH (FBB) Engelbert Lütke Daldrup eingestellt.

Das teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Cottbus der Redaktion rbb24 Recherche am Freitag auf Anfrage mit. Den Ermittlungen lag eine Anzeige gegen Engelbert Lütke Daldrup wegen des Verdachts der Bilanzfälschung nach § 331 Handelsgesetzbuch zugrunde. Nach Prüfung der FBB-Bilanzen, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft, liege kein Anfangsverdacht vor.

Die Anzeige bezog sich auf eine Studie von drei Wirtschaftsexperten, aus der hervorgeht, dass der FBB nach Inbetriebnahme des neuen Flughafens BER Ende Oktober auch ohne die Corona-bedingten Verluste die Insolvenz oder eine bilanzielle Überschuldung drohen solle. Die Autoren der Studie hatten auf die hohen Belastungen der FBB durch die Bauzeitverlängerung und zu geringe Einnahmen verwiesen. Die Staatsanwaltschaft erklärte, sie habe die aktuelle Bilanz der FBB geprüft und könne keine falsche Darstellung der finanziellen Verhältnisse erkennen. Für Richtigkeit der Bilanz im Konzern- und Jahresabschluss der FBB ist der Geschäftsführer verantwortlich.

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