
PVÖ-Kopietz kritisiert neuerlichen Anschlag Konservativer auf günstige Gemeindebaumieten
Forderung des Haus- und Grundbesitzerbundes nach höheren Mieten eins zu eins von Wiener ÖVP kopiert – Verlierer wären auch viele PensionistInnen
Wien (OTS) – „Den Vertretern konservativer Denkrichtung mit u. a. ihrer Hausherrenmentalität und dem damit verbundenen hohen Mietenspiegel in privaten Wohnhäusern waren und sind die Wiener Gemeindebauten noch immer ein Dorn im Auge. Das unterstreicht auch die soeben vom Haus- und Grundbesitzerbund (ÖHGB) erhobene Forderungen nach höheren, ´marktüblichen `Mieten im Wiener Gemeindebau für Mieter, deren monatliches Haushaltseinkommen 2.000 Euro übersteigt. Eine solche Maßnahme lehnt der Wiener Pensionistenverband (PVÖ) entschieden ab. Nicht zuletzt auch deshalb, weil zahlreiche PensionistInnen davon negativ betroffen wären“, erklärte PVÖ-Landespräsident Harry Kopietz.
„Ein Haushaltmedianeinkommen von 2.000 Euro brutto pro Monat ist z. B. bei einem Pensionistenehepaar, von denen beide ein Leben lang berufstätig gewesen sind, brav ihre Steuern und Sozialabgaben entrichtet hat und nun den wohlverdienten Ruhestand genießt, durchaus erreichbare Realität. Dass diese SeniorInnen nun dafür in Form einer marktüblichen Miete gewissermaßen bestraft und damit um mehr als drei Euro pro Quadratmeter mehr Miete bezahlen sollen ist absolut nicht einsichtig“, so Kopietz weiter. Der Vorschlag der Hausherrenvertreter sei zudem nichts anderes, so Kopietz, als eine Kopie der Forderung der Wiener ÖVP, die ebenfalls darauf abziele, etwas besser verdienende Mieter zu belasten, letztlich aus dem Gemeindebau hinaus zu ekeln und dem teuren privaten Wohnungsmarkt zu überlassen.
Kopietz: „Auch der Vorwurf des ÖHGB die Stadt müsse im Wohnbereich ihre Hausaufgaben machen, geht ins Leere, wohnen doch 60 Prozent der WienerInnen, davon viele PensionistInnen, in geförderten, mietengünstigen Wohnungen. Wien macht eben seine Hausaufgaben und hebt sich damit von anderen Städten, in denen Wohnungsnot, verbundenen mit desolaten Wohnverhältnissen herrschen, wohltuend ab. Dafür gibt es auch international ein hohes Maß an Beachtung und Lob. Aufgabe der Stadt Wien kann es jedenfalls nicht sein, sich an der Mieterabzocke analog so mancher privater Vermieter zu beteiligen und damit die funktionierende soziale Durchmischung im Gemeindebau zu zerstören“, schloss Kopietz. (Schluss)
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