
ANSCHOBER: 923 Neuinfektionen sind ein viel zu hoher Tageswert, aber es gibt einzelne Hoffnungszeichen
Wien (OTS) – 923 Neuinfektionen bei 18.237 Tests sind für die aktuelle Zeit ein viel zu hoher Wert, der dringend abgesenkt werden muss. Dem stehen 732 Neugenesene gegenüber. 399 der Neuinfektionen werden aus Wien gemeldet, das ist nach wie vor alarmierend hoch. Auch das Kontaktpersonenmanagement dauert in Wien teilweise nach wie vor zu lange. Wie schon in den vergangenen Wochen sind auch Niederösterreich (170) und Oberösterreich (100) stark betroffen.
Gesundheitsminister Rudi Anschober: „Wir müssen diese viel zu hohen Zahlen deutlich absenken. Dies kann uns durch starke regionale Maßnahmen in Bezirken mit erhöhtem Risiko und durch eine Stimmung wie im Frühling in der Bevölkerung gelingen.”
Positiv trotz der schlechten Zahlen bewertet Anschober, dass die hohen Zahlen nicht durch völlig neue Großcluster verursacht werden, sondern etwa die Hälfte der heutigen Infektionszahlen durch Testungen von K1-Personen – bereits abgesonderter Kontaktpersonen von positiv Getesteten – entstanden sind.
Positiv ist auch, dass die Hospitalisierungszahlen, vor allem die Zahl der PatientInnen in Intensivstationen, nicht parallel zu den Infektionszahlen steigt.
Anschober: „Diese Entkoppelung müssen wir beibehalten, vor allem durch konsequenten Schutz vulnerabler Gruppen. Derzeit sehen wir noch ausreichend Reserven in den Intensivstationen.”
Und schließlich registriert Anschober als dritten Hoffnungsfaktor ein spürbar steigendes Risikobewusstsein in der Bevölkerung:
„Schrittweise sind wir am Weg zu einer Stimmung des Mitmachens, der Verantwortungsübernahme, der Vorsicht durch wieder immer größere Teile der Bevölkerung. Gelingt es, eine Stimmung wie im Frühling wiederherzustellen, dann wäre dies der entscheidende Schritt für eine Verringerung der Infektionszahlen. Wir werden nun verstärkt auf den Zusammenhang zwischen Infektionszahlen und Wirtschaftsentwicklung hinweisen.”
Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz
Margit Draxl
Pressesprecherin
+43 1 711 00-862477
pressesprecher@sozialministerium.at
www.sozialministerium.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender