Bundesjugendvertretung: Gender Pay Gap schließen – Mindestlohn für alle!

Zum Frauentag fordert die BJV einen Netto-Mindestlohn von 1700 Euro.

Wien (OTS) – Im Vorfeld des morgigen Frauentages fordert die Bundesjugendvertretung (BJV) Schritte zur Gleichstellung am Arbeitsmarkt: „Die Coronavirus-Krise hat einmal mehr gezeigt, wie sehr Frauen die Gesellschaft stützen und dass sie die wahren Systemerhalterinnen sind. Dennoch wird das nicht bei der Lohnhöhe abgegolten“, betont BJV-Vorsitzende Caroline Pavitsits.

„Leider bestätigen aktuelle Studien, dass Österreich beim Gender Pay Gap immer noch deutlich über dem EU-Durchschnitt liegt. Dieser negative Trend darf sich durch die Krise nicht noch weiter fortsetzen“, so die Warnung von Romana Greiner, Sprecherin des BJV-Frauenkomitees.

Die BJV ruft Frauenministerin Raab und Arbeitsminister Kocher dazu auf, dringend Schritte zu setzen, um frauenpolitische Fortschritte statt Rückschritte am Arbeitsmarkt zu erreichen. „Frauen haben im vergangenen Jahr enormes geleistet. Sie mussten viele Lücken in den Bereichen Kinderbetreuung und Home Schooling auffüllen, auch die systemerhaltenden Berufe werden zu einem großen Teil von Frauen ausgeübt“, zeigt Greiner auf.

Jetzt gehe es darum, Frauen nicht im Stich zu lassen, wenn es um die Bewältigung der Krise geht: „Berufe, die vor allem von Frauen ausgeübt werden, dürfen nicht länger unterbezahlt sein. Wir brauchen eine Neubewertung von Arbeit. Ein wichtiger Schritt ist ein einheitlicher Netto-Mindestlohn von 1700 Euro für alle Branchen. Es ist höchste Zeit, dass gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit endlich Realität wird“, so Pavitsits.

Gleichzeitig müsse an weiteren Faktoren wie der Antidiskriminierung am Arbeitsmarkt und der gleichberechtigten Aufteilung der Kinderbetreuung geschraubt werden. Denn all diese Faktoren hängen zusammen. „Solange typische Frauenberufe schlechter bezahlt sind, entscheidet oftmals das Familienkonto gegen die Karenz von Männern. Hier braucht es endlich eine Trendumkehr“, so Greiner.

„Die Ausweitung von Frauenquoten und verpflichtende Frauenförderung in Unternehmen sind wichtige Mittel, um gegen Diskriminierung anzukämpfen. Wesentlich sind verbindliche Vorgaben statt zahnloser Absichtserklärungen. Nur so können wir am Arbeitsmarkt endlich im 21. Jahrhundert anzukommen“, erklärt Pavitsits abschließend.

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