Berlakovich: Müssen weiter gegen Ausgrenzung, Gewalt und Hetze auftreten und Toleranz leben

ÖVP-Volksgruppensprecher zum Internationalen Tag der Roma

Wien (OTS) – Heute ist es wichtiger denn je, Toleranz zu leben. Das erklärte heute, Donnerstag, ÖVP-Volksgruppensprecher Niki Berlakovich anlässlich des heutigen Internationalen Tag der Roma. Es ist dies ein weltweiter Aktionstag, mit dem auf die Situation der Roma, insbesondere deren Diskriminierung und Verfolgung, aufmerksam gemacht werden soll, verwies Berlakovich darauf, dass unter dem NS-Regime tausende Roma und Romnja auf grausamste Weise ihr Leben verloren. Österreich sieht es als seine Verantwortung, der Opfer zu gedenken. Wir müssen weiterhin gegen Ausgrenzung, Gewalt und Hetze gegen Volksgruppen auftreten“, so Berlakovich. „Gleichzeitig wollen wir mit diesem Tag auch die Kultur dieser ethnischen Minderheit feiern.“ Mit Volksgruppenprojekten werden Kultur und Sprache der österreichischen Volksgruppen gesichert.

Ein Meilenstein war die Verdoppelung der Volksgruppenförderung, die im Vorjahr – erstmals seit 1995 – um vier auf acht Millionen Euro aufgestockt wurde. Enthalten sind etwa wichtige Bildungsprojekte, Investitionen in den Nachwuchs und die nachhaltige Absicherung und Förderung der Volksgruppenmedien sowie ihrer digitalen Angebote. Die Verdoppelung der bisherigen Förderung sei eine Wertschätzung und ein starkes Signal dieser Bundesregierung, dankte Berlakovich hier vor allem Bundesministerin Susanne Raab.

Der Volksgruppenvertreter wies zudem darauf hin, dass der Ministerrat gestern die Arbeitsdefinition von „Antiziganismus“ der Internationalen Allianz für Holocaust-Gedenken angenommen und damit ein „wichtiges Signal“ gesetzt habe. Die Annahme der Arbeitsdefinition von „Antiziganismus“ wird nun dem Nationalrat und Bundesrat zur Kenntnisnahme und allfälligen weiteren Behandlung zugeleitet.

Auch das Parlament wurde heute für eine virtuelle Veranstaltung „50 Jahre Romapolitik – Romnja und Roma in der EU. Chancen und Herausforderungen“ via Mediathek geöffnet, hob Berlakovich hervor. Auf Einladung von Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka beleuchteten Expertinnen und Experten die europäische Dimension der Situation dieser Volksgruppe im Jahr 2021.

Mit der 1993 vollzogenen Volksgruppenanerkennung der Roma sei Österreich zu einem der ersten Länder Europas geworden, das zumindest einzelnen, in Österreich ansässigen Gruppen auch formal den Status einer rechtlich anerkannten Volksgruppe gewährte. „Wir können im Burgenland und in ganz Österreich, stolz sein, dass die Bevölkerung hier auf Gemeinsamkeit setzt und Menschen unterschiedlicher Kultur und Sprache seit Jahrhunderten gemeinsam friedlich leben können“, unterstreicht der Mandatar abschließend.

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