Greenpeace: OMV-Seele Nachfolge muss Klimaschutz im Fokus haben

Umweltschutzorganisation zeigt mit neuem Report Greenwashing der OMV auf und fordert von Aufsichtsrat ökologische Weichenstellungen

Wien (OTS) – Die Umweltschutzorganisation Greenpeace warnt vor der Fortführung des klimaschädlichen Kurses von Öl-Mann Rainer Seele durch dessen Nachfolge. Die heute in einem Greenpeace-Report aufgezeigten Greenwashing-Strategien der OMV müssen endlich ein Ende haben. Aktuell beraten Eigentümervertretung und Aufsichtsrat über die Nachfolge von Skandal-CEO Seele, die bereits vor der Hauptversammlung im Juni beschlossene Sache sein soll. Für Greenpeace ist klar: Dem Öl-Kurs der OMV muss unter neuer Führung Einhalt geboten werden. Um die Pariser Klimaziele zu erreichen, weiterhin ein attraktiver Arbeitgeber und ein wertvoller Wirtschaftsfaktor für Österreich zu bleiben, muss die neue Führung das Unternehmen radikal umsteuern, Öl-und Gasexplorationen aufgeben und sich auf erneuerbare Energien umstellen, fordert Greenpeace. Dabei dürfen die Verhandlungen über eine neue Führung nicht im stillen Kämmerchen geführt werden. Da die OMV zu 31,5% in Staatsbesitz steht, betrifft diese Entscheidung alle Menschen, die in Österreich leben. Gerade deshalb muss die Eigentümervertreterin Öbag diesen Prozess transparent und offen gegenüber allen SteuerzahlerInnen in Österreich gestalten. Verhandlungen hinter verschlossenen Türen sind nach den Überwachungsskandalen, jahrelangem Greenwashing und überhöhten Geschäftsakquisen das völlig falsche Signal.

Den aktuellen Greenwashing Report “Der Ökobetrug der Öl- und Gasindustrie” finden Sie hier: http://act.gp/GPAT_OMV-Greenwashing

“Die Losung heißt ‘Raus aus Öl und Gas’, sonst sitzen wir noch Jahre auf einem klimaschädlichen Unternehmen, das massiv zur Umweltverschmutzung mit Öl, Gas und Plastik beiträgt”, zeigt sich Greenpeace-Geschäftsführer Alexander Egit überzeugt. “Die OMV hat in den vergangenen Jahren immer wieder bewiesen, dass Hintergrund-Deals nur Nachteile für die österreichischen SteuerzahlerInnen und die Umwelt haben. Die Nachfolge von Öl-CEO Rainer Seele muss öffentlich diskutiert werden. Wir brauchen eine saubere OMV in allen Bereichen -egal, ob es um die Überwachung der Zivilgesellschaft, Einschüchterung von MitarbeiterInnen oder das schmutzige Kerngeschäft aus Öl, Gas und Plastik geht”, so Egit. Greenpeace fordert zusätzlich von der Bundesregierung, dem Finanzminister und der Staatsholding Öbag, die OMV in die Pflicht zu nehmen und bei der Nachbesetzung von Öl-Mann Seele endlich auf Zukunftsfähigkeit zu setzen – mit einem ehrlichen Pfad zu einer klimafreundlichen, nachhaltigen und sauberen OMV.

Den bisherigen von der OMV unter dem Deckmantel “Klimaschutz” verkauften Maßnahmen stellt Greenpeace ein desaströses Zeugnis aus. In dem heute veröffentlichten Report “Der Ökobetrug der Öl- und Gasindustrie” zeigt Greenpeace auf, dass Strategien wie die Verschiebung des Kerngeschäfts hin zu fossilem Gas oder das Re-Oil Verfahren keine Lösung für die wirklich gravierenden Probleme unserer Zeit sind. Aber auch der Irrglaube an Agrotreibstoffe oder die blinde Technologiegläubigkeit reihen sich in die zahlreichen Verfehlungen und massiven Greenwashing-Taktiken des Öl- und Gaskonzerns ein. Der Bericht beschreibt detailliert, dass kaum in nachhaltige Technologien investiert und massiv auf falsche Versprechen gesetzt wird. So sind die Erzählungen vom scheinbar klimafreundlichen Gas pure Wunschvorstellungen, erklärt Alexander Egit: “Gaskonzerne erzählen uns seit Jahren, dass sie Teil der Lösung sein wollen. Ehrliche Bemühungen dazu fehlen aber. Die OMV hat jetzt die einmalige Chance, einen nachhaltigen, positiven und klimafreundlichen Beitrag für Österreich und die Welt zu leisten. Die Republik Österreich als Miteigentümerin darf diese Chance nicht vorbeiziehen lassen.”

Den umfassenden Report zum Ökobetrug der Öl- und Gasindustrie am Beispiel OMV finden Sie hier:
http://act.gp/GPAT_OMV-Greenwashing

Christian Steiner
Pressesprecher
Greenpeace in Zentral- und Osteuropa
Mobil: +43 (0) 664 816 9711
E-Mail: christian.steiner@greenpeace.org

Jasmin Duregger
Klima- und Energieexpertin
Greenpeace in Zentral- und Osteuropa
Mobil: +43 (0) 664 840 3803
E-Mail: jasmin.duregger@greenpeace.org

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