Wöginger/Kocher: Wollen Betriebe jeder Größe als Kooperationspartner für das „Programm Sprungbrett“ gewinnen

Klubobmann und Arbeitsminister: Gesamtkonzept für Arbeitsmarktintegration von Langzeitarbeitslosen, das alle Seiten miteinbezieht

Wien (OTS) – Unser Ziel ist es, Betriebe jeder Größe als Kooperationspartner für das Programm Sprungbrett zu gewinnen und Einstiegsarbeitsplätze für Langzeitarbeitslose zu schaffen, sagte heute, Mittwoch, ÖVP-Klubobmann und Sozialsprecher August Wöginger anlässlich des heutigen Ministerrats, bei dem das Programm auf der Tagesordnung stand. Der Klubobmann sieht dabei für alle Beteiligten Vorteile: 50.000 Langzeitarbeitslose sollen bei der Rückkehr in den Job unterstützt werden. Arbeitgeber/innen erhalten dabei durchschnittlich die Hälfte der Lohnkosten voraussichtlich für bis zu einem Jahr gefördert.

Arbeitsminister Martin Kocher dazu: „Es ist zu erwarten, dass uns die Auswirkungen der Corona-Pandemie noch einige Zeit am Arbeitsmarkt begleiten werden. Daher ist es für die Erholung des Arbeitsmarkts und den wirtschaftlichen Aufschwung entscheidend, längerfristige Maßnahmen zu setzen, um vor allem Personen zu unterstützen, die es am Arbeitsmarkt besonders schwer haben.“ „Durch die Corona-Krise wurde der heimische Arbeitsmarkt hart getroffen. Auch wenn die Arbeitslosenzahlen im April mit 433.443 arbeitslos gemeldeten oder in AMS-Schulung befindlichen Personen weiter gesunken sind, bleibt unser prioritäres Ziel nach wie vor, die Menschen wieder in Beschäftigung zu bringen. Die Öffnungen im Mai werden bei der Erreichung dieses Ziels ein wesentlicher Turbo sein. Ein besonderes Problem stellt jedoch die Situation für Langzeitarbeitslose dar. Personen, die bereits vor der Krise langzeitarbeitslos waren oder spezielle Risikofaktoren aufweisen, sollen durch das Programm Sprungbrett wieder langfristig in den Arbeitsmarkt integriert werden. Die Regierung nimmt dazu eine Summe von vorläufig 300 Millionen Euro in die Hand und startet das Programm bereits mit Sommer 2021“, unterstreicht Wöginger.

Beratung und Unterstützung von Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern und Arbeitssuchenden sowie transparente Förderbedingungen seien dabei die Schlüsselfaktoren. Die Arbeitsmarktintegration erfolge im Rahmen eines dreistufigen Prozesses, erläutert der Klubobmann: So gehe es zunächst um die Schaffung von Beratungs- und Betreuungseinrichtungen im Vorfeld der Beschäftigung und – falls nötig – um ein gezieltes Arbeitstraining bzw. eine Arbeitsvorbereitung. Zudem gebe es Lohnzuschüsse oder eine gemeinnützige Arbeitskräfteüberlassung für Betriebe: Finanziell bekommen Betriebe in der Regel für eine Dauer von maximal zwölf Monaten durchschnittlich 50 Prozent der Lohnkosten ersetzt. Ein degressiver Verlauf ist angedacht: am Anfang mehr, danach weniger. Die Höhe der Lohnzuschüsse orientiert sich gegebenenfalls an den Voraussetzungen.

„Damit wollen wir Betriebe jeder Größe als Kooperationspartner gewinnen und finanzielle Anreize setzen, damit auch Personen, die es am Arbeitsmarkt schwieriger haben, eine Chance bekommen. Durch eine begleitende Struktur fördern wir zudem Arbeitsaufnahmen, die den Bedürfnissen und Talenten Arbeitssuchender entsprechen“, so der Arbeitsminister.

„Mit dem Programm Sprungbrett wird erstmals ein Gesamtkonzept für die Arbeitsmarktintegration von Langzeitarbeitslosen geschaffen, das alle Seiten mit einbezieht, und jene Personen, die es am Arbeitsmarkt mitunter am schwersten haben, bekommen eine bessere Chance“, zeigte sich Wöginger abschließend zufrieden.

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