
Samariterbund: Der Corona-Bonus ist ein gutes Signal
Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegepersonal erhalten 500 Euro – aber auf die Teams von Rettungs- und Krankentransporten darf nicht vergessen werden!
Wien (OTS) – „Der Samariterbund begrüßt die Initiative der Bundesregierung, die außergewöhnlichen Leistungen von Ärztinnen und Ärzten sowie des Pflegepersonals mit einer steuerfreien einmaligen finanziellen Zuwendung in der Höhe von durchschnittlich 500 Euro zu honorieren“, erklärt Reinhard Hundsmüller, Bundesgeschäftsführer des Samariterbundes. „Dabei sollte aber nicht auf die vielen Einsatzkräfte vergessen werden, die während der Pandemie im Rahmen der Rettungs- und Krankentransporte mit großem persönlichen Engagement in ganz Österreich Außergewöhnliches geleistet haben und immer noch leisten. Auch sie verdienen nicht nur Applaus, sondern ebenfalls einen Bonus.“
189.000 Menschen sind in Österreichs Pflege- und Gesundheitsbereich tätig. Sie alle waren und sind durch Corona noch nie dagewesenen Herausforderungen und Krisensituationen ausgesetzt und haben mit vereinten Kräften den Kampf gegen die Auswirkungen des Virus geführt.
Neue Strukturen sind gefragt
Die Corona-Krise habe aber auch ganz deutlich klargemacht, so Hundsmüller, dass die Strukturen im Pflege- und Gesundheitsbereich dringender Reformen bedürfen. So müssen in den nächsten 20 Jahren zusätzlich rund 90.000 Menschen für verantwortungsvolle Arbeitsbereiche allein in der Pflege gewonnen werden.
„Wir brauchen aber auch eine moderne Qualitäts- und Image-Offensive sowie den Einsatz von Technologie und Digitalisierung, die den Beruf attraktiv machen. Dabei dürfen jedoch nicht nur die Kosten im Fokus stehen, sondern auch die Qualität der Services sowie die Nachhaltigkeit und die Umweltverträglichkeit. Investitionen in die Zukunft sollten nicht wegen der Corona-Krise auf die lange Bank geschoben werden. Der Gesundheits- und Pflegebereich muss eine Wachstumsbranche mit hervorragenden Job-Aussichten werden. 500 Euro pro Kopf sind eine nette Geste, reichen aber bei weitem nicht aus, um für die Zukunft gerüstet zu sein“, so Hundsmüller abschließend.
Wir brauchen ein solidarisch finanziertes Pflege-Gesamtkonzept mit starken Struktur-Reformen – auch zur Entlastung pflegender Angehöriger. Aktuell sind 456.000 ÖsterreicherInnen auf Pflegeleistungen angewiesen. Zum Vergleich: Das sind um 60.000 Menschen mehr, als ganz Vorarlberg Einwohner hat. Und Tag für Tag kommen im Schnitt 27 hinzu.
Soziale Mission mit Tradition
Seit der Gründung vor fast 100 Jahren erfüllt der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs seine soziale Mission: Die haupt-und ehrenamtlichen Samariterinnen und Samariter der Non-Profit-Organisation leisten für ältere Menschen, Kranke, Verletzte und in Not geratene Personen wichtige Hilfe von Mensch zu Mensch. Dabei wird der Samariterbund von 352.246 Mitgliedern und Förderern in ganz Österreich unterstützt. Bei der Erfüllung der vielfältigen Aufgaben sind 11.272 haupt- und ehrenamtliche Samariterinnen und Samariter sowie 1.441 Zivildiener im Einsatz.
Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs
Georg Biron
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