
„Die Epoche des Menschen“: Aufwühlende ORF-„dokFilm“-Premiere über die Ausbeutung des Planeten am 6. Juni
Im Rahmen des ORF/MUTTER ERDE-Schwerpunkts „Klima schützen, Arten schützen.“ um 23.05 Uhr in ORF 2
Wien (OTS) – Ein Film, der unter die Haut geht! Die preisgekrönte Kinoproduktion „Die Epoche des Menschen“ der Filmemacher Jennifer Baichwal, Edward Burtynsky und Nicholas de Pencier veranschaulicht mit modernster Kameratechnik und imposanten Bildern, wie schlecht es um den Planeten Erde bestellt ist. Das Filmteam hat dafür in 20 Ländern der Welt Beweise gesammelt – von den kilometerlangen Betonwällen, die Chinas Küste schützen, über apokalyptische Müllhalden in Kenia, die weltweit größten Bagger im Kohleabbau von Nordrhein-Westfalen bis hin zu psychedelisch schillernden Verdunstungsbecken in der Atacama-Wüste, wo Lithium gewonnen wird. „Dank dieses Films“, so resümiert der deutsche Schauspieler, Umweltaktivist und Erzählerstimme der Doku Hannes Jaenicke, „werden wir Zeuge, wie sich vor unseren Augen ein geologischer Epochenwandel vollzieht; mit Bildern, die auf provokante und unvergessliche Weise zeigen, was unsere Spezies mit ihrem Planeten anrichtet.“ ORF 2 zeigt „Die Epoche der Menschen“ im Rahmen des ORF/MUTTER ERDE-Schwerpunkts „Klima schützen, Arten schützen.“ als „dokFilm“-Premiere am Sonntag, dem 6. Juni 2021, um 23.05 Uhr.
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Wissenschafter/innen sind sich einig: Nicht mehr die Natur bestimmt das Leben auf Erden, sondern der Mensch. Das Zeitalter des Anthropozän ist angebrochen. Wir beherrschen, verändern und zerstören unseren Planeten. Mit kaum zuvor gehörten Vokabeln werden die Verwüstungen beschrieben. Es ist von Anthroturbation die Rede, von Technofossilien oder Terraforming.
Die mehrfach ausgezeichneten Filmemacher Jennifer Baichwal, Edward Burtynsky und Nicholas de Pencier sind durch 20 Länder der Erde gereist, um an konkreten Beispielen zu veranschaulichen, was diese abstrakten Begriffe bedeuten. Ein verstörender Bericht in „schrecklich schönen“ Bildern über den Zustand unseres Globus.
Er beginnt mit dem Ende – mit der Ausrottung von Tierarten, die zur Ware degradiert, gejagt und getötet werden. Im Nairobi National Park werden die Stoßzähne von 10.000 Elefanten zu riesigen Haufen aufgeschichtet und verbrannt. 150 Millionen Dollar steigen in Rauch auf, um den Hehlern wenigstens ihr Geschäft zu vereiteln. Die schiere Menge an Elfenbein macht sichtbar, wie groß das Problem der Wilderei ist und wie hemmungslos der Raubbau an der Natur.
Um die Vielgestaltigkeit der Ausbeutung zu demonstrieren, zeigt das Regieteam die Gigantomanie der Rohstoffgewinnung von der Atacama-Wüste in Südamerika, wo in riesigen Verdunstungsbecken Lithium für E-Autos und Smartphones gewonnen wird, über Carrara, den berühmten Marmorsteinbruch in Italien, bis zum Tagebau Garzweiler in Nordrhein-Westfalen, wo ganze Dörfer dem Erdboden gleichgemacht werden, weil sie dem Braunkohleabbau im Wege stehen und wo jetzt der weltgrößte Schaufelradbagger keinen Stein mehr auf dem anderen lässt.
Der Film demonstriert, auf welche Weise die Menschheit die Erdkruste verändert und in der Biosphäre ihre Spuren hinterlässt: ob in Dandora, der größten und giftigsten Müllhalde Kenias, auf Vancouver Island, wo nur noch zehn Prozent des ursprünglichen Baumbestandes vorhanden sind, oder in China, dessen Küste mit einem kilometerlangen Betonwall vor dem steigenden Meeresspiegel geschützt werden muss.
Auch unter Wasser führen die Filmemacher die Folgen der Klimaerwärmung vor Augen. In ebenso atemberaubenden wie bestürzenden Zeitraffer-Aufnahmen dokumentieren sie das Erbleichen von Korallen auf dem indonesischen Batu Bolong Riff sowie dem Great Barrier Reef vor Australien.
Hier schließt sich der Kreis zur Ausrottung der Biodiversität und dem Aussterben von Tier- und Pflanzenarten.
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