Hofer zu „Feuernacht“ in Südtirol: Österreich und Italien müssen Gemeinsames über Trennendes stellen

Wien (OTS) – Heute vor 60 Jahren war die Südtiroler Region rund um Bozen Schauplatz der „Feuernacht“. In einer konzertierten Aktion wurden 37 Strommasten gesprengt. Dadurch sollte die Stromversorgung in der Bozener Industriezone lahmgelegt werden. Auch sechzig Jahre danach haben diese Ereignisse sowie weitere Anschläge Südtiroler Aktivisten, bei denen in rund drei Jahrzehnten insgesamt 15 Menschen getötet wurden, Auswirkungen auf die politischen Beziehungen zwischen Österreich und Italien. Der 3. Nationalratspräsident Norbert Hofer appelliert anlässlich des 60. Jahrestages der „Feuernacht“, dass Gewalt für die Durchsetzung von Anliegen kein geeignetes Werkzeug ist und sich Anschläge und Attentate niemals wiederholen dürfen: „In Europa haben wir es geschafft, dass es ein friedliches Miteinander zwischen den Staaten gibt. Die Situation heute hat nichts mehr mit den Spannungen als Folge des 2. Weltkriegs zu tun, die Auslöser für die Anschläge in Südtirol waren. 60 Jahre später sollte auch zwischen Italien und Österreich das Gemeinsame vor das Trennende gestellt werden.“

1992 wurde der Streit zwischen Italien und Österreich um Südtirol beigelegt – nach 20 Verhandlungsjahren um die Südtirol-Autonomie. Hofer verweist darauf, dass es auch in der Zeit der ÖVP/FPÖ-Bundesregierung ein Schwerpunkt in diese Richtung gesetzt wurde, indem versucht wurde, den in Südtirol lebenden deutsch- und ladinischsprachigen die Option auf die österreichische Staatsbürgerschaft einzuräumen.

Der 3. Nationalratspräsident sieht darin einen Akt der Versöhnung und appelliert auch an die italienische Seite, den noch lebenden Aktivisten aus dem Südtiroler Freiheitskampf eine Amnestie zuteilwerden zu lassen.

Büro des Dritten Nationalratspräsidenten Norbert Hofer
Volker Höferl
Pressesprecher
01/40110-2306
volker.hoeferl@parlament.gv.at

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