SWV NÖ-Pramhas verlangt steuerfreies Ansparen von Investitionsrücklagen für kleine Betriebe!

„Einzelunternehmen muss der Eigenkapitalaufbau für betriebliche Vorhaben erleichtert werden“

St. Pölten (OTS) – „Kleine Unternehmen müssen für zukünftige betriebliche Vorhaben und wirtschaftliche Krisenzeiten Rücklagen bilden können. Es muss ihnen daher genauso wie Kapitalgesellschaften ermöglicht werden, steuerbegünstigt eine Investitionsrücklage anzusparen“, verlangt DI Dr. Gerhard Pramhas, Vorstandsmitglied des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes (SWV) NÖ, Fachgruppenvertreter der Ingenieurbüros und Einpersonenunternehmer. „Damit würden kleine und mittlere Unternehmen im Wettbewerb und für Krisenzeiten gestärkt und eine steuerliche Benachteiligung dieser Betriebe endlich aus der Welt geschafft werden.“

„Einzelunternehmen und Personengesellschaften sollten erstens jährlich steuerfrei Rücklagen für Investitionen bilden können. Diese Rücklagen sind binnen fünf Jahren für betriebliche Investitionen zu verwenden. Geschieht das nicht, würde eine nachträgliche Besteuerung der nicht investierten Rücklagen erfolgen. Und zweitens sollen in diesen Unternehmen für Krisenzeiten Rücklagen gebildet werden können“, verlangt Gerhard Pramhas. „Der Aufbau von Eigenkapital für Einzelunternehmen und Personengesellschaften sollte daher auch durch eine begünstigte Besteuerung gefördert werden, indem bei nicht entnommenen Gewinnen nur der halbe Steuersatz zur Anwendung kommt.“

„Die Corona-Krise hat verdeutlicht, wie wichtig es für Betriebe ist, mit finanziellen Rücklagen für schwierige Zeiten gerüstet zu sein. Man fragt sich: Weshalb haben so viele Klein- und Einpersonenunternehmen diese Rücklagen nicht schaffen können? Dabei zeigt sich ein Konstruktionsfehler unseres Steuersystems. Denn EinzelunternehmerInnen und Personengesellschaften unterliegen einem höheren Steuersatz als Kapitalgesellschaften.“
Statt in guten Zeiten zweckgebundenes Eigenkapital für das Unternehmen und die Arbeitsplätze steuerbegünstigt bilden zu können, bleibt ihnen nur der schwierigere Weg der Bildung von Rücklagen nach der höheren Besteuerung. Sie haben einen entscheidenden Nachteil gegenüber den Großen, die es aufgrund der niedrigeren Besteuerung wesentlich einfacher haben, geschäftliche Ausgaben aus der Rücklage zu finanzieren.

„Durch diese Benachteiligung verlieren kleine Unternehmen Handlungsspielraum und Zukunftschancen. Daher muss für EPU und KMU rasch eine teils steuerfreie und teils steuerbegünstigte Ansparmöglichkeit für Rücklagen geschaffen werden, die ja ausschließlich für betriebliche Investitionen und Ausgaben verwendet werden können. Das wäre von zentraler Bedeutung für diese Unternehmen und ihre vielen Arbeitsplätze“, unterstützt Wirtschaftsverband NÖ-Präsident Thomas Schaden die Forderung von Gerhard Pramhas.

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