SOS-Kinderdorf unterstützt Forderungen der Kindeswohlkommission um Irmgard Griss

SOS-Kinderdorf Geschäftsführer Christian Moser: Kinderrechte müssen von der Politik endlich ernst genommen werden!

Wien (OTS) – „Die Abschiebung der Geschwister aus Georgien und Armenien hatte Anfang des Jahres klar gezeigt: in Österreich steht das Kindeswohl bei vielen Entscheidungen nicht an erster Stelle“, so SOS-Kinderdorf Geschäftsführer Christian Moser. „Nun hat auch die Kindeswohlkommission rund um Irmgard Griss festgestellt, dass Österreich bei der Wirksamkeit der Kinderrechte dringenden Handlungsbedarf hat.“

Moser unterstützt die Forderung der Kindeswohlkommission nach einem besseren Vollzug der Kinderrechte: „Offensichtlich reicht ein Bundesverfassungsgesetz nicht aus, um Kindern in Österreich ihre Rechte zu garantieren. Hier braucht es endlich die im Regierungsprogramm versprochene Evaluierung des BV-G Kinderrechte. Doch davon ist weit und breit noch nichts zu sehen.“

Das ebenfalls von der Kommission geforderte Kinderrechte-Monitoring wäre ein wichtiges Instrument, um die Qualität der Wirkung der Kinderrechte in Österreich allgemein zu verbessern. „Der vorliegende Bericht zeigt den großen Handlungsbedarf im Bereich des Asylwesens. Doch es gibt viele Sektoren, in denen Defizite bestehen. Ein laufendes Monitoring würde diese Bereiche aufzeigen und die konkreten Handlungsbedarfe verdeutlichen.“

Moser abschließend: „Ich hoffe wirklich, dass der vorliegende Bericht nun tatsächlich ein Anstoß ist, die Kinderrechte-Situation in Österreich zu verbessern. Wir wissen, dass Kinderrechte in unserem Land systematisch verletzt werden – oft von der Politik selbst – das darf nicht sein!“

SOS Kinderdorf
Anna Radl
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