SPÖ-Vorderwinkler nach Termin bei Faßmann: „Sommer nicht verschlafen. Müssen offene Schulen im Herbst garantieren!“

Kinder, ihre Eltern und das Lehrpersonal haben sich jetzt Planungssicherheit verdient, nicht erst im August

Wien (OTS/SK) – SPÖ-Bildungssprecherin Petra Vorderwinkler sieht sich angesichts ihres heutigen persönlichen Termins bei Bundesminister Faßmann bestätigt. „Dieser Sommer darf nicht verschlafen werden. Wir müssen im Herbst offene Schulen garantieren“, sagt Vorderwinkler. Aufgrund der Ankündigung des Ministers, im August vorstellen zu wollen, wie es ab Herbst weitergehen werde, reagiert sie in aller Klarheit: „Nach zwei Schuljahren des Unterrichts im Ausnahmezustand brauchen Schülerinnen und Schüler, deren Eltern und ihre Lehrerinnen und Lehrer dringend Klarheit und Planungssicherheit. Sie haben sich diese nach einer Zeit, in der sie zu oft am Samstag aus einer Pressekonferenz erfahren haben, wie es am Montag weitergehen soll, auch redlich verdient.“ ****

„Weder gibt es vom Bundesminister bisher ein klares Sicherheitskonzept, wie Schulen ab Herbst sicher gestaltet werden können, noch ein pädagogisches Konzept, das den letzten eineinhalb Jahren Rechnung trägt“, konstatiert die SPÖ-Bildungssprecherin und zählt auf, dass weder – wie von der SPÖ mehrmals gefordert – Luftfilteranlagen organisiert, noch zusätzliche Klassenräume angemietet wurden.

Die Testkapazitäten sollen, wenn es nach den Plänen des Bildungsministers geht, im nächsten Schuljahr sogar zurückgefahren werden. Dabei – so ist Vorderwinkler überzeugt – müsste man klüger, nicht weniger testen. Und zwar mit der in Wien bewährten PCR-Gurgelmethodik: „Wenn es nach uns geht, heißt es ab Herbst nicht mehr nur ‚Wien-gurgelt‘ sondern ‚Österreich-gurgelt‘“, erneuert die Abgeordnete ihre Forderung, ab Herbst PCR-Testungen an allen Schulen in Österreich auszurollen, um offene Schulen zu garantieren.

Auch in pädagogischer Hinsicht lasse das Bildungsministerium völlig aus. „Faßmann glaubt, man kann jetzt einfach so weitermachen, als hätte es Corona nie gegeben“, bringt Vorderwinkler irritiert auf den Punkt. Die SPÖ habe bereits vor Wochen ihr Konzept auf den Tisch gelegt, das vorsieht, dass im nächsten Semester der Lehrplan ausgesetzt werden soll um alle Kinder dort abzuholen, wo sie nach eineinhalb Jahren Corona stehen und gemeinsam aufzuholen. „Unsere Kinder brauchen jetzt jede Unterstützung. Wenn wir den Lehrplan für ein Semester aussetzen um gemeinsam aufzuholen, können wir es schaffen, kein einziges Kind zurück zu lassen“, erklärt Vorderwinkler. Darüber hinaus soll ein flächendeckender Förderunterricht und ein Bildungsscheck für Nachhilfe für jedes Kind, das Nachhilfe braucht, bereitgestellt werden. Ein besonderer Fokus müsse aktuell mehr denn je, den Kleinsten gelten. Hier soll zusätzliches Unterstützungspersonal an den Volksschulen Hilfe leisten. Mittelfristig müsse man den flächendeckenden Ausbau der ganztägigen Schulformen beschleunigen. (Schluss) lk/up

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