Bayr begrüßt überarbeitete Politikempfehlung zur Verhinderung und Bekämpfung des Antisemitismus

ECRI publiziert heute seine erneuerte generellen Politikempfehlungen gegen Antisemitismus

Wien (OTS/SK) – Petra Bayr, Vorsitzende des Gleichbehandlungsausschusses der parlamentarischen Versammlung des Europarats und dort Berichterstatterin zu effektiven Maßnahmen gegen Antisemitismus, begrüßt die heute veröffentlichte erneuerte Politikempfehlung der Europäischen Kommission gegen Rassismus und Intoleranz (ECRI – European Commission against Racism and Intolerance des Europarats).****

In dem umfangreichen Papier, der General Policy Recommendation No. 9, geht die Kommission unter anderem darauf ein, dass Antisemitismus gleichzeitig eine Form des Rassismus ist, sich aber von Rassismen gegen andere Gruppen dadurch unterscheidet, dass (vermeintliche) Jüdinnen und Juden nicht nur ebenso als minderwertig gesehen werden, sondern oft – widersprüchlich und gleichzeitig – als jene Menschen überhöht werden, die angeblich im Hintergrund die Strippen ziehen und etwa „internationale Finanzstrukturen kontrollieren“ oder „Regierungen, staatliche Strukturen und Medien in der Hand haben“ oder „Kriege und Pandemien anzetteln“ und so illegitim Kontrolle über andere ausüben würden. „Ganz besonders im Zusammenhang mit Verschwörungstheorien rund um die Proteste gegen Covid-19-Maßnahmen traten diese Formen des Antisemitismus in erschreckender und massiver Form an die Öffentlichkeit“, so Bayr, die diese erstarkte Form des Antisemitismus auch in ihrem Bericht ansprechen wird.

ECRI gibt auch viele konkrete Empfehlungen an die Mitgliedstaaten des Europarats, wie Antisemitismus effektiver verhindert und bekämpft werden kann. Unter anderem fordert ECRI auf, nationale Koordinator*innen zu bestellen, um Maßnahmen und Aktivitäten gegen Antisemitismus zu überblicken und zu koordinieren. In diesem Zusammenhang begrüßt die Nationalratsabgeordnete die Bestellung von Antonio-Maria Martino zum österreichischen Koordinator und hofft auf gute Zusammenarbeit.

ECRI geht auch auf die wichtige Rolle des Sports bei der Bekämpfung des Antisemitismus ein. In ihrem Bericht wird Bayr ganz besonders dem Fußball, seinen Klubs und Fan-Strukturen einen wichtigen Raum bei der antirassistischen Arbeit einräumen und freut sich, dass es Mitte November dazu eine internationale Konferenz in den Räumen der Austria Wien in ihrem Heimatbezirk Favoriten geben wird, wo österreichische Fußballvereine sich der Arbeitsdefinition von Antisemitismus der IHRA (International Holocaust Remembrance Alliance) verpflichten werden und künftig darauf ihre Arbeit gegen Antisemitismus im Fußball aufbauen werden. (Schluss) up/mp

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