Neue Erhebung: EuroSkills als Berufswettkampf der digitalen Technologien

Laut einer Erhebung von World Skills International werden Lehrberufe stetig digitaler: Die morgen startende Berufs-EM ist daher auch ein Wettbewerb der digitalen Technologien.

Graz (OTS) – Berufliche Spitzenleistungen werden die rund 400 Fachkräfte aus 22 Ländern ab Donnerstag am Gelände des Schwarzl-Freizeitzentrums in Premstätten bei Graz abrufen. Von besonderer Wichtigkeit ist neben den beruflichen Fähigkeiten auch Erfahrung und Nervenstärke – sowie zunehmend die digitale Kompetenz:
Von den 56 internationalen Skills-Berufen nutzen im Schnitt bereits rund zwei Drittel digitale Technologien. Im Bereich von Datenbanken und Online-Kommunikationstools beträgt der Digitalisierungsgrad in den Lehrberufen sogar nahezu 100 Prozent. Das beweist ein kürzlich erschienene Erhebung vom Dachverband World Skills International. „Unsere Fachkräfte von morgen beweisen im Rahmen der Berufseuropameisterschaften, dass sie über eine Top-Ausbildung im klassischen Handwerk genauso wie im Umgang mit modernen Technologien verfügen“, betont EuroSkills 2021-Aufsichtsratvorsitzender Josef Herk. „Um dem Digitalisierungstrend Rechnung zu tragen, werden laufend neue digitale Lehrberufe etabliert und bestehende Berufsbilder modernisiert“, sagt Margarete Schramböck, Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort. Für Stefan Praschl, Vizepräsident von World Skills Europe, beweist die Erhebung, „dass digitale Tools auch in der dualen Ausbildung unverzichtbar geworden sind, um den heutigen Anforderungen zu entsprechen.“

Klassisches Handwerk erfolgt immer digitaler

Selbst in traditionellen Handwerksberufen wie bei den Tischlern oder im Bau hält die Digitalisierung immer stärker Einzug. So wurde etwa bei den Tischlern mit dem Lehrberuf Tischlereitechnik (mit den Zweigen Planung und Produktion) ein völlig neues zusätzliches Berufsbild geschaffen: Arbeitsaufträge werden digital erfasst und geplant, auch die Vorfertigung erfolgt über programmierte CNC-Fräsmaschinen. Modernste digitale Präzisionswerkzeuge haben hier längst das Bild der klassischen Hobelmaschine abgelöst. Auch der Baubereich erlebt einen veritablen Digitalisierungsboom: Digitale Modellierungen wie das Building Information Modeling haben sich etabliert. Um mit den modernen Tools arbeiten zu können, werden Baulehrlinge seit kurzem mit Tablets ausgestattet. Erst kürzlich wurden zudem die Weichen für den Lehrberuf des „digitalen Fertigungstechnikers“ gestellt – ein digitalorientiertes Zusatzmodul für angehende Metalltechniker und Mechatroniker.

Neue Lehrberufe

„Die Digitalisierung verändert die Berufswelt massiv. Mit einer digitalen Offensive in der dualen Ausbildung wollen wir für hochqualifizierte Fachkräfte sorgen. Deshalb modernisieren wir bestehende Berufsbilder und schaffen neue Lehrberufe“, erklärt Bundesministerin Schramböck Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort. Erst im September wurden wieder zwei neue Lehrberufe geschaffen: Neben „Applikationsentwicklung – Coding“ können Interessierte ab sofort auch eine Lehre im Bereich „Informationstechnologie“ absolvieren.

Angelika Ledineg
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