
23. Journalistinnenkongress (7): Storytelling abseits klassischer Formate
Wien (OTS) – Journalismus passiert nur in Radio, Print oder TV? Diese Zeiten sind vorbei! Das Internet und insbesondere soziale Medien haben viele neue Formate geschaffen. Über deren Chancen und Probleme diskutierten Beatrice Frasl (Podcast „Große Töchter“), Alena Wacenovsky („die_chefredaktion“) und Katharina Brunner („Hashtag Media“) beim 23. Journalistinnenkongress im Workshop „Storytelling Digital“.
Social Media als Nachrichtenquelle
Der klassische Journalismus erreicht die junge Zielgruppe kaum. Die konsumiert ihre Nachrichten stattdessen hauptsächlich über die sozialen Medien. „Alle jungen Leute sind auf Instagram“, stellte Alena Wacenovsky fest. Mit dem Account „die_chefredaktion“ wolle man deshalb eine Plattform schaffen, auf der Menschen ab 14 Jahren niederschwellig Informationen konsumieren können. Ein ähnliches Ziel verfolgt auch der TikTok-Account „FAQorona“. Dort klärt Hashtag-Media in Kooperation mit der Stadt Wien über die Coronaimpfung auf. Durch das Zusammenspiel von „Wissenschaftskommunikation mit TikTok-Atmosphäre“ möchte man die junge Zielgruppe auf der Plattform zur Impfung bewegen.
Podcasts als Gegenpol zu Social Media
Ein einfacher Zugang ist auch Beatrice Frasl bei ihrem Podcast „Große Töchter“ ein Anliegen. „Ich wollte etwas machen, was niederschwellig ist, feministisch und Menschen in ihren verschiedenen Lebensrealitäten abbildet“, erzählte sie. Einen Unterschied zu Social Media sehe sie darin, dass zum Beispiel Instagram ein sehr schnelllebiges Medium sei: „Ich finde, Podcasts geben Menschen Zeit, Gedanken zu formulieren.“
Finanzierung und Algorithmen als Hürden
Dass vor allem Algorithmen und die Finanzierung bei digitalen Formaten Herausforderungen darstellen, sprachen alle drei Frauen an. Auf den sozialen Medien müsse man die Inhalte an die Regeln der jeweiligen Plattform anpassen, um viele Menschen erreichen zu können. Schreibe man zum Beispiel zu viel über das Thema Feminismus, werde das Posting automatisch weniger Menschen angezeigt. Auch das Finanzieren digitaler Formate sei oft schwierig. Beatrice Frasl erzählte zum Beispiel, dass sie „Große Töchter“ zwei Jahre lang als Herzensprojekt produziert hatte, ohne einen Cent zu verdienen. Inzwischen habe sie jedoch einige Hörer:innen, die ihren Podcast über die Crowdfunding-Plattform „Steady“ finanziell unterstützen.
Cora Krüger, YoungStar
Journalistinnenkongress
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