Holzleitner: Budget ignoriert Auswirkungen der Corona-Krise auf Frauen

Wien (OTS/SK) – Frauen waren und sind die Heldinnen der Corona-Krise, sei es im Job oder zu Hause, sie sind die Hauptbetroffenen dieser Pandemie, stellte SPÖ-Frauensprecherin und SPÖ-Frauenvorsitzende Eva-Maria Holzleitner am Donnerstag in der Budgetdebatte des Nationalrates fest. Der Gender Pay Gap klafft durch Corona noch weiter auf. Diese Auswirkungen der Pandemie auf die Frauen wurden von der Regierung im vorliegenden Budget aber weitgehend ignoriert, wie auch der Budgetdienst des Parlaments bestätigt, wenn er feststellt, dass diese Auswirkungen „ungenügend berücksichtigt wurden“. ****

Frauen verdienen über das gesamte Erwerbsleben gerechnet 500.000 Euro weniger als Männer. Im Budget ist nichts vorgesehen um das auszugleichen oder etwas dagegen zu unternehmen.

Holzleitner kritisierte weiter, dass es nach wie vor keinen Rechtsanspruch auf einen Kinderbildungsplatz gibt. Dieses Recht hätte seit 2016 Wirklichkeit sein können – es wurde von Sebastian Kurz gestohlen und bis heute von der türkisen Regierungsspitze blockiert.

„Es hat heuer bereits 26 Morde an Frauen und 50 weitere Mordversuche an Frauen gegeben. Diese Femizide müssen ein Ende haben.“ Um den Gewaltschutz und die Gewaltprävention auszubauen, bräuchte es 228 Millionen Euro. Im aktuellen Budget steht nur ein Zehntel dieser Summe zur Verfügung. „Das ist viel zu wenig, wir fordern eine satte Budgeterhöhung“, so die SPÖ-Frauensprecherin. (Schluss) PP/bj

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