MUSEEN DER VIELFALT: KHM-Museumsverband widmet sich mit neuer Initiative der Diversität

Umfassendes Kunstvermittlungsangebot, Talks und Ausstellungen mit Fokus auf Diversität – Queeres Research-Projekt mit Studierenden

„Kunst & Kultur berühren alle Menschen – und das
auf unterschiedlichste Weise. Sie gemeinsam zu erleben, ist das Ziel.“

Wie spiegeln die Sammlungen des Kunsthistorischen Museums, des Weltmuseums Wien oder des Theatermuseums Vielfalt wider? Welche Weltanschauungen verstecken sich hinter so manchen Objekten und wie hat sich der Blick im Laufe der Jahrhunderte verändert? Mit dem neuen Schwerpunkt Museen der Vielfalt laden die Museen des KHM-Museumsverbands ein, genauer hinzusehen und untersuchen anhand verschiedenster langfristiger Initiativen die Diversität in den Sammlungen.

Genderstereotype brechen und queere Identitäten aufdecken

Gesellschaftliche und individuelle Vorstellungen von Geschlechterrollen und Kunst beeinflussen einander gegenseitig. In Führungen und Workshops wie Welches Geschlecht hat Kunst? wird der Blick auf Rollenbilder unter den jüngeren Besucher*innen geschärft. Eigens entwickelte Dialogführungen, zum Beispiel zum Thema Queere Identitäten (gemeinsam mit [QWIEN] (https://www.qwien.at) Zentrum für queere Geschichte) am 21. November um 14.30 Uhr, öffnen ab sofort monatlich neue Sichtweisen auf die Sammlungen des Museums. Die bereits etablierte Instagram-Talkreihe #ArtAperitivo startet ebenfalls mit einem Diversity-Schwerpunkt in die neue Staffel: Am 23. November um 18.30 Uhr heißt es wieder virtuell anstoßen und live mitdiskutieren, diesmal zum Thema Kunst & Queere Geschichte.

Vielfalt in Kunst und Kultur sichtbar machen

In früheren Jahrhunderten war der Umgang mit verschiedenen Lebensabschnitten ein anderer: Kinder behandelte man wie kleine Erwachsene, ein hohes Alter war nur wenigen vergönnt. In der Führung Jung und Alt durch die Gemäldegalerie und die Kunstkammer im Kunsthistorischen Museum können Besucher*innen die verschiedenen Lebensstadien aus der Perspektive der bildenden Kunst erkunden. In den Offenen Ateliers für Klein und Groß sind Erwachsene eingeladen, gemeinsam mit Kindern Kunst spielerisch zu erleben.

In seiner Auseinandersetzung mit kultureller Vielfalt und dem, was alle Menschen miteinander verbindet, leistet das Weltmuseum Wien einen wichtigen Beitrag zum Verständnis einer zunehmend diversen Welt. Das Museum sieht es als seine Aufgabe, gesellschaftliche Veränderungen und Entwicklungen anhand der umfangreichen Sammlungen in den Kontext von heute einzubetten und das koloniale Erbe kritisch zu hinterfragen. Mit Ausstellungen wie Re:Present. Unlearning Racism, Now You See Me Moria und … aus Afghanistan befasst sich das Weltmuseum Wien mit hochaktuellen Themen und lädt zur Diskussion ein.

Ein inklusives Museumserlebnis für alle

Den Museen des KHM-Museumsverbands ist es seit jeher ein großes Anliegen, allen Besucher*innen ihre reichhaltigen Sammlungen im Sinne der Inklusion anzubieten. Bei wöchentlichen inklusiven Touren im Rahmen der Barriere*FREI*Tage, mittels Taststationen und Tastreliefs und bei einem auditiven Rundgang, kann man Kunst selbstbestimmt und gemeinsam, unabhängig von körperlichen und kognitiven Beeinträchtigungen erleben. Die barrierefreien Angebote werden stetig erweitert und im gemeinsamen Dialog mit Menschen mit Behinderungen evaluiert und verbessert.

Queering the KHM – ein Projekt der Akademie der bildenden
Künste Wien in Kooperation mit dem Kunsthistorischen Museum

Im Zuge einer Kooperation ab dem Wintersemester 2021 hat das Kunsthistorische Museum Studierende und Absolvent*innen der Klasse Kontextuelle Malerei der [Akademie der bildenden Künste]
(https://www.akbild.ac.at/Portal/akbild_startpage), unter der Leitung
von Ashley Hans Scheirl, eingeladen, zur queeren und intersektionalen Vielfalt des Museums beizutragen. Im Rahmen des Projekts Queering the KHM übersetzen die Lehrgangsteilnehmer*innen in ihren Arbeiten Queerness in unterschiedlichste Kunstformen und bildnerische Praxen, vermittelnde künstlerische Recherchen sowie in ein Spiel mit kunsthistorischen Lesbarkeiten. Sie nehmen dabei direkten Bezug auf die Objekte und Sammlungen des Kunsthistorischen Museums. Die Kooperation wird vom Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften der Akademie der bildenden Künste unter der Leitung von Elisabeth Priedl inhaltlich begleitet.

Alle Museen der Vielfalt-Angebote, zusätzliches Infomaterial, Videos und weiterführende Links sind ab sofort auf der neuen, verbandsübergreifenden Website [diversity.khm.at] (http://diversity.khm.at/) zu finden. Die Initiative ist als langfristiges work in progress-Projekt angelegt und wird laufend ausgebaut.

Hier geht es zu den [Presseunterlagen]
(https://bit.ly/KHM_Press_Diversity)

KHM-Museumsverband
Nina Auinger-Sutterlüty, MAS
Leitung Kommunikation
+43 1 525 24 – 4021
info.pr@khm.at
www.khm.at

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