SPÖ-Familiensprecherin Wimmer: „Aktuelles Budget verschärft Ungleichheiten“

SPÖ fordert mehr Mittel zur Armutsbekämpfung

Wien (OTS/SK) – Verärgert zeigt sich SPÖ-Familiensprecherin Petra Wimmer angesichts der Debatten zum Budget im Parlament: „Die aktuelle Regierung hat nicht verstanden, wie sehr die Familien durch die Covid-Krise belastet sind. Sei es finanziell, physisch oder psychisch. Statt Familien zu unterstützen, die es brauchen, werden Steuergeschenke an Unternehmen verteilt.“ Besonders zynisch sei die Aufstockung des Familienbonus zum Familienbonus plus. „Wieder profitieren vor allem Männer, denn nur 30 Prozent der Bezieher*innen sind Frauen. Alleinerziehende sind massiv benachteiligt. 180.000 Kinder sind gänzlich vom Familienbonus ausgeschlossen. Armutsbekämpfung sieht anders aus“, rechnet Wimmer vor. Für eine wirkungsvolle Armutsbekämpfung wäre eine Investition in Sachleistungen wie den Ausbau von Kinderbildungseinrichtungen notwendig. Wenn die Investitionen in die Kinderbetreuung von 1,2 Mrd. nicht aus Machtinteresse verhindert worden wären, wäre Österreich einen Schritt weiter bei der Erreichung der Barcelona-Ziele. „Die Investition in mehr Kinderbildungsplätze hätte nicht nur den Familien geholfen, sondern auch der Wirtschaft. Die Erwerbsquote würde steigen, weil mehr Elternteile die Möglichkeit hätten, einen Job anzunehmen. Mehr Kinderbildungsplätze sind eine Win-Win-Situation für alle“, betont die SPÖ-Familiensprecherin. ****

Um die Auswirkungen der Covid-Krise für Familien zu mindern, sei eine Fortführung des Corona-Familienhärteausgleichs dringend notwendig. Von 15. April 2020 bis 30. Juni 2021 konnte ein Antrag auf eine Zuwendung aus dem Corona-Familienhärtefonds gestellt werden. Mehr als 100.000 Familien wurden laut Homepage des Familienministeriums unterstützt. Die Antragstellung für eine Zuwendung aus dem Corona-Familienhärtefonds ist seit 1. Juli 2021 nicht mehr möglich. „Viele Familien sind aufgrund der verheerenden Corona-Situation in Not geraten. Sie brauchen möglichst rasch Hilfe. Eine Fortsetzung des Corona-Familienhärteausgleichsfonds ist daher dringendst geboten“, erklärt Petra Wimmer. Sie hoffe im Sinne der Familien auf eine Zustimmung zum Antrag durch die Regierungsparteien. (Schluss) lk/bj

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