Wiederkehr zum Tag der Kinderrechte: „In Wien stellen wir die Rechte von Kindern und Jugendlichen in den Vordergrund!“

Am Wiener Rathaus wurde gemeinsam mit Jugendlichen die Kinderrechte-Fahne gehisst

Wien (OTS) – In der Menschenrechtsstadt Wien haben die Einhaltung und der Schutz der Kinder- und Jugendrechte einen hohen Stellenwert. Dieses Jahr werden anlässlich des Tages der Kinderrechte die besonderen Leistungen der Wiener Kinder und Jugendhilfe als größte Kinderschutzorganisation Österreichs hervorgehoben.

„In Wien stellen wir die Rechte von Kindern und Jugendlichen in den Vordergrund! Daher möchte ich diesen Tag nutzen, um gemeinsam mit Jugendlichen Herausforderungen und Leistungen der Stadt Wien in den Fokus zu rücken“, so Vizebürgermeister und Jugendstadtrat Christoph Wiederkehr.

Mit Beratungs- und Informationsangeboten von Mitarbeiter*innen aus den Bereichen Sozialpädagogik, Sozialarbeit, Rechtsvertretung und Psychologie werden an vielen unterschiedlichen Standorten in ganz Wien Kinder- und Jugendrechte umgesetzt. In insgesamt 18 Regionalstellen der Sozialen Arbeit stehen der Schutz vor Gewalt in allen Formen und die Schaffung sicherer Rahmenbedingungen, um ein geschütztes Aufwachsen sicherzustellen, im Fokus. Der Schutz von gefährdeten Kindern und Jugendlichen ist die Kernaufgabe der Wiener Kinder- und Jugendhilfe – 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr. In 9 Familienzentren werden das Recht auf bestmögliche Gesundheitsversorgung, auf Unterstützung und Begleitung bei der kindgerechten Erziehung, auf Existenzabsicherung und das Recht auf beide Eltern durch Unterstützungs- und Beratungsangebote umgesetzt. In 9 Regionalstellen der Rechtsvertretung werden Kinder und Jugendliche vertreten, um ihr Recht, die Eltern zu kennen, auf die eigene Identität und Unterhaltsansprüche zur Sicherung des Rechts auf einen angemessenen Lebensstandard durchzusetzen. Die Asylvertretung sichert insbesondere das Recht auf Asyl für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

Vizebürgermeister Wiederkehr bekräftigt seinen Appell an die Bundesregierung: „Ich vermisse seitens der Bundesregierung oft klare Worte – und vor allem Taten – bei Kinderrechtsverletzungen. Kinder-und Jugendrechte sollen stärker im Asylgesetz verankert werden, ein humanitäres Bleiberecht für Kinder und Jugendliche, die in Österreich geboren oder integriert sind, zu etablieren und eine gesetzliche Verankerung des Prinzips ‚Obsorge ab Tag 1‘ bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen.“

In Wien finden Kinder und Jugendliche Schutz und Versorgung in Wohngemeinschaften und Krisenzentren. Die bestmögliche Entwicklung und Entfaltung und die Sicherstellung des Rechts auf Bildung und Fürsorge sind in den gewaltfreien Einrichtungen das Leitbild. Weitere Angebote im Bereich der Inklusion sichern das Recht auf Gleichstellung, Unterstützung und Förderung für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen.

Kinderrechte in Zeiten einer Pandemie

Abschließend weißt Wiederkehr auf die Dringlichkeit hin Kinder und Jugendliche nach Monaten der Pandemie endlich den Stellenwert zu geben, den sie verdient haben: „Ich werde nicht müde werden weiter für offenen Schulen zu kämpfen. Denn Kinder und Jugendliche waren und sind in der Zeit der Pandemie besonders betroffen. Auffallend betroffen durch die Krise sind beispielsweise das Recht auf Bildung, das Recht auf Gesundheit, insbesondere auch durch psychische Belastungen sowie das Recht auf Freizeit und Erholung. Darüber hinaus wurden durch die Pandemie soziale Ungleichheiten verstärkt.“

Stephan Maier
Mediensprecher Vizebürgermeister Wiederkehr
stephan.maier@wien.gv.at, Tel.: +43 1 4000 83213

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