Gewaltschutzgipfel – SPÖ-Holzleitner fordert von Regierung „mehr Tempo und endlich Konkretes im Kampf gegen Frauenmorde“

Holzleitner will mehr Hochrisikofallkonferenzen und 228 Mio. für Gewaltschutz

Wien (OTS/SK) – „Es vergeht kein Tag, ohne dass einer Frau in Österreich Gewalt angetan wird. 26 Frauen wurden heuer ermordet. Aber die Regierung setzt noch immer keine konkreten Maßnahmen dagegen“, so SPÖ-Frauenvorsitzende Eva-Maria Holzleitner anlässlich der heutigen Pressekonferenz von Frauenministerin Raab und Innenminister Nehammer. Holzleitner fordert „mehr Tempo im Kampf gegen Gewalt an Frauen ein“. Es gebe noch immer viel zu wenige Hochrisikofallkonferenzen, mit denen der Schutz des Opfers erhöht wird, wenn ein Fall als Hochrisiko eingestuft wird. „Warum werden angesichts der extrem hohen Frauenmordrate in Österreich diese Fallkonferenzen nicht in ganz Österreich regelmäßig durchgeführt? Es ist Aufgabe von Raab und Nehammer, das umzusetzen. Frauenmorde könnten damit verhindert werden“, so Holzleitner, die an die klare Verantwortung von Raab und Nehammer auch durch die Ratifizierung der Istanbul-Konvention erinnert. ****

„Wir sind im vierten Lockdown und wissen, dass das eine besonders gefährliche Zeit für Frauen und Mädchen ist, weil die meisten Gewalttaten im familiären Umfeld stattfinden. Das bedeutet, dass die Nachfrage nach Hilfe bei Mädchen- und Frauenberatungsstellen jetzt extrem hoch ist. Die müssen dringend finanziell unterstützt werden. Das Gewaltschutzpaket der Regierung reicht hinten und vorne nicht aus“, kritisiert Holzleitner und schließt sich der Forderung der Gewaltschutz- und Frauenberatungseinrichtungen nach einem Gewaltschutzbudget von 228 Mio. Euro an. „Damit könnte man als Basisfinanzierung die Arbeit dieser Einrichtungen endlich langfristig sicherstellen“, so Holzleitner.

„Ebenso unterstützen wir den einstimmigen Beschluss der Landesfrauenreferentinnenkonferenz, dass bei Gewalt in der Familie keine gemeinsame Obsorge ausgesprochen werden darf“, so Holzleitner und fügt abschließend hinzu: „Ich appelliere an alle Frauen und Mädchen: Wenn ihr von Gewalt betroffen seid – auch im Lockdown ist die Frauenhelpline da. Unter 0800 222 555 ist diese immer erreichbar. (Schluss) sl/lp

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