NEOS: Gewaltschutzgipfel muss systemische Gründe für Gewalt gegen Frauen behandeln

Henrike Brandstötter: „Mehr Geld für Frauenschutzorganisationen ist wichtig, aber antiquierte Frauenbilder müssen genauso aktiv bekämpft werden.“

Wien (OTS) – Anlässlich des heutigen Gewaltschutzgipfels der Bundesregierung mit Vertreter_innen der Frauenorganisationen fordert NEOS-Frauensprecherin Henrike Brandstötter, das Problem der Gewalt gegen Frauen systemisch zu betrachten: „Wenn wir als Gesellschaft ein sicherer Ort für Frauen sein wollen, dann muss die Gesellschaft auch insgesamt respektvoller mit Frauen umgehen. Fallkonferenzen, Wegweisungen, Gewaltschutzzentren – das ist alles notwendig und muss laufend verbessert und ausgeweitet werden. Doch wenn wir das Problem nicht an der Wurzel packen, wird die Politik immer nur mit Symptombekämpfung beschäftigt sein. In Österreich sind antiquierte Rollenbilder noch immer viel zu stark und werden auch im Bildungssystem, am Stammtisch und am Arbeitsplatz akzeptiert und sogar noch vermittelt. Mehr Geld für Frauenschutzorganisationen ist wichtig, aber antiquierte Frauenbilder müssen genauso aktiv bekämpft werden.“

Brandstötter mahnt konkrete Ergebnisse ein: „Allein heuer wurden bisher 28 Frauen ermordet, da dürfen wir uns nicht mit Analysen im Kreis drehen, sondern müssen als Politik endlich liefern. Erst vergangene Woche haben die Regierungsfraktionen die NEOS-Anträge zu einem umfassenderen Gewaltschutzpaket im Nationalrat abgelehnt. Die Sicherheit von Frauen ist zu wichtig, um damit Parteipolitik zu betreiben.“

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