GBH-Muchitsch an Gewessler: Nicht-Ausbau der A9 ist Pflanzerei

Mehr CO2-Ausstoß und tägliche Unfälle durch Staus müssen verhindert werden

Graz (OTS) – Entsetzt zeigt sich der steirische Nationalratsabgeordnete und Gewerkschaft Bau-Holz-Chef Josef Muchitsch über die Entscheidung von Infrastrukturministerin Leonore Gewessler, den Ausbau der A9, der Pyhrnautobahn, auf Eis zu legen. Die Realität am Land sieht oft anders aus als die Theorie in der Bundeshauptstadt. ++++

Wenn der Ausbau der A9 nicht kommt, bedeutet das nichts anderes als eine „Pflanzerei“ der PendlerInnen, die eine dritte Spur dringend brauchen. „So geht das nicht, Frau Minister! Da quälen sich jeden Tag tausende Pendlerinnen und Pendler von Spielfeld bis Graz und in Wien wird einfach die Stopp-Taste gedrückt! Da stecken Menschen, SteuerzahlerInnen, jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit im Stau und dann dieser Schlag ins Gesicht seitens der Regierung. Reicht es nicht, dass durch die täglichen Staus unnötig zusätzlicher CO2-Ausstoß entsteht? Wo ist da Ihr Umweltbewusstsein? Reicht es nicht, dass wegen der Überlastung der Strecke beinahe täglich Unfälle passieren? Wo ist da Ihr Weitblick und Ihr Verständnis?“, fragt Muchitsch.

Staus verursachen mehr CO2-Ausstoß und Unfälle
Durch Staus wird mehr CO2 ausgestoßen als im fließenden Verkehr. Auch das Argument zusätzlicher Bodenversiegelung stimmt nicht, wenn eine Straße aus- und nicht neu gebaut wird. Dazu kommt, dass im ländlichen Bereich der öffentliche Verkehr bei weitem nicht so gut ausgebaut ist wie in Wien. „Die Realität sieht oft ganz anders aus, als sie sich am Schreibtisch in Wien mit einem der besten Öffi-Netze in der Theorie darstellt“, ist Muchitsch über diese Realitätsverweigerung seitens der Ministerin verärgert.

„Gerade im Baubereich und im Schichtbetrieb sind täglich viele Pendler aus dem ländlichen Bereich zu Uhrzeiten unterwegs, wo es kein öffentliches Angebot gibt. Pendler, die in ihren Firmenbussen täglich im Stau stehen müssen, können kein Klimaticket nutzen. Wie sollen sie damit zur Arbeit kommen? Frau Minister, stehen Sie gerne jeden Tag im Stau, ohne Alternative?”, fragt Muchitsch.

Muchitsch ist über die klimapolitische Kurzsichtigkeit entsetzt und einmal mehr enttäuscht von der Bundesregierung
„Zuerst versemmelt die Regierung in der Corona-Krise alles und zwingt uns in einen 4. Lockdown, der mit einer vernünftigen Corona-Politik im Frühjahr und Sommer zu vermeiden gewesen wäre, und spaltet die Gesellschaft. Und jetzt setzt Gewessler mit ihrer infrastrukturellen Hiobsbotschaft für die Beschäftigten noch eins drauf. Ein vernünftiger und weitblickender Ausbau der Infrastruktur widerspricht dem Klimaschutz nicht. Im Gegenteil, er schafft und sichert auch tausende Arbeitsplätze, kurbelt die Konjunktur an und bringt dringend benötigte Steuereinnahmen. Nicht jede Baumaßnahme ist automatisch klimafeindlich. Ein Ausbau der A9 vermindert klimaschädliche Staus und ist enorm wichtig für die regionale Wirtschaft und die regionale Bevölkerung. Wie diese Bundesregierung handelt, beweist täglich Unfähigkeit in allen Bereichen“, so Muchitsch abschließend.

Thomas TRABI, M.A.
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