VP-Wölbitsch/Grießler ad Wien Holding Arena: Alles wieder auf Null

Nach dem Desaster rund um das Krankenhaus Nord wird bei einem weiteren Großprojekt vollkommen unnötig Steuergeld verbrannt. Immerhin der Neustart mit Beteiligung Privater macht Hoffnung.

Wien (OTS) – Im Jahr 2018 kündigten Bürgermeister Michael Ludwig und Finanzstadtrat Peter Hanke an, dass eine neue Multifunktionsarena in Neu-Marx entstehen soll. Die Fertigstellung des Projekts wurde zunächst auf das Jahr 2025 und schließlich auf 2026 verschoben. Nur durch den Druck der Volkspartei wurde der Neustart vollzogen. Derzeit sucht die Stadt Wien einen strategischen Partner für die Durchführung des Megaprojekts. Diesem soll für die Umsetzung möglichst freie Hand gelassen werden. So besagen an Interessierte verbreitete Unterlagen, dass es dem neuen Partner offen stehe, das Team des Generalplaners für die konkrete Weiterplanung zu beauftragen. Von den Projektunterlagen dürfe weiters in planerischer, baulicher, betrieblicher und rechtlicher Hinsicht abgewichen werden und auch eigene Lösungsvorschläge erstattet werden.

Nach vier Jahren – Zurück an den Start

Damit bestätigt die Wien Holding auch die Einschätzung des Stadtrechnungshofs. In seinem im November 2021 publizierten Bericht führt der Stadtrechnungshof aus, dass die Suche der Stadt Wien nach einem Investor zu spät komme. Diese hätte sinnvollerweise zeitgleich mit dem Architekturwettbewerb stattfinden sollen. Dieses Versäumnis verursacht nun zusätzliche Kosten für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler.

Wiederholtes Scheitern an Großprojekt – Mehrkosten für Steuerzahler

Massive Kritik kommt von der Volkspartei Wien, die den Stadtrechnungshof in dieser Causa um Prüfung ersucht hat. „Die SPÖ-geführte Stadtregierung scheitert zum wiederholten Mal an einem Großprojekt, wieder einmal werden weder Zeit- noch Kostenpläne eingehalten werden können“, so Klubobmann Markus Wölbitsch. Fraglich ist, ob dieses Projekt überhaupt noch in diesem Jahrzehnt umgesetzt wird und wie viel an Mehrkosten dem Steuerzahler aufgelastet werden. „Wenn wir jetzt wieder von Null beginnen, müssen wir mit einem Fertigstellungstermin im Jahr 2029 rechnen, die Kosten werden sich von ursprünglich 250 Mio. Euro auf rund 1 Mrd. Euro vervierfachen“, so Wölbitsch.

Projekt gut und wichtig – Umsetzung aber überfällig

Der Tourismussprecher der neuen Volkspartei Wien, Gemeinderat Markus Grießler, hofft auf eine zügige Durchführung des Projekts. „Diese Multifuktionsarena schafft einen optimalen Rahmen für Großveranstaltungen und wertet so auch den Standort Wien auf. Ich erwarte mir deshalb von der Wiener Stadtregierung, dass dieses Projekt möglichst rasch und kosteneffizient durchgeführt wird“, so Grießler abschließend.

Die neue Volkspartei Wien
Mag. Peter Sverak
Leitung „Strategische Kommunikation“
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