
Wirtschaftsbund fordert Anerkennung von Sputnik
Fehlende Anerkennung von Sputnik befeuert Arbeitskräftemangel – Bis zu 75.000 Arbeitskräften wird Einreise & Arbeit in Österreich erschwert.
Wien (OTS) – In der aktuellen Impfpflichtverordnung der Bundesregierung werden zwar die chinesischen Impfstoffe Sinopharm und Sinovac, sowie die indischen Vakzine Covaxin, Covovax und Covishield anerkannt, der russische Impfstoff Sputnik aber weiterhin nicht. Das, obwohl allen fünf Impfstoffen eine Zulassung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) fehlt. Diese Ungleichbehandlung bekommen tausende ausländische Arbeitskräfte, überwiegend aus Ungarn, Rumänien und Polen, zu spüren. Laut Schätzungen des Wirtschaftsbundes sind davon im Tourismus knapp 34.000 Arbeitskräfte betroffen, rund 11.000 im Pflegepersonal, 4.000 in der Landwirtschaft und knapp 25.000 im Baugewerbe. „Die 3G-Regelung am Arbeitsplatz und bei der Einreise stört anstatt zu helfen. Denn eine Pflegerin aus Ungarn, muss in ihrer Heimat für den Test bezahlen, damit sie in Österreich einreisen und arbeiten darf. Dann muss sie sich auch hier regelmäßig testen lassen. Angesichts der aktuellen Testprobleme in manchen Regionen ist das für viele Arbeitskräfte unmöglich. Diese abschreckende Situation macht Österreich als Wirtschaftsstandort für viele unattraktiv und befeuert weiter den Arbeitskräftemangel“, so WB-Generalsekretär Abg.z.Nr. Kurt Egger.
In Österreich besteht ohnehin ein massiver Arbeitskräftemangel in den oben genannten Branchen. Das zeigt auch der Stellenmonitor des Wirtschaftsbundes. Im Jänner wurden knapp 18.000 offene Stellen im Gesundheitsbereich verzeichnet, 29.000 im Baugewerbe und 25.000 im Tourismus.
Egger: Gesundheitsminister muss nachbessern
Um den massiven Arbeitskräftemangel nicht weiter zu befeuern, müssen wir den ausländischen Arbeitskräften die Arbeit erleichtern und nicht erschweren. Hier muss Gesundheitsminister Mückstein nachschärfen und Sputnik auch anerkennen“, so Egger abschließend.
Österreichischer Wirtschaftsbund
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