GLOBAL 2000-Studie: Bregenz hat höchsten Anteil klimaschädlicher Heizungen von allen Landeshauptstädten

Bregenz (OTS) – In der neuen Studie „So heizen Österreichs Landeshauptstädte“ untersucht die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 die Wärmeversorgung der Landeshauptstädte Österreichs. „Bregenz hat den Klimanotstand ausgerufen, aber noch viel zu tun, um die schwer klimaschädliche Wärmeversorgung umzustellen. Die mangelnden Fortschritte beim Ausstieg aus Öl und Gas beim Heizen machen sich in der Klimabilanz bemerkbar. Statt zu sinken, steigen die Treibhausgasemissionen. Das ist mit den Klimazielen nicht vereinbar und sollte zum Anlass genommen werden, einen Ausstiegsplan aus Öl und Gas bis 2040 zu erarbeiten, der als Ausgangspunkt für eine klimafreundliche Wärmeversorgung dienen kann“, so Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher von GLOBAL 2000.

In Bregenz heizen 90 Prozent der Wohngebäude mit fossilen Heizungen, das ist der höchste Anteil klimaschädlicher Heizungen in allen Landeshauptstädten. Gas hat einen Anteil von 75 Prozent und Öl einen Anteil von 15 Prozent. Nur 7 Prozent der Haushalte besitzen ein erneuerbares Heizsystem und 3 Prozent heizen mit einer ineffizienten Stromheizung. Fernwärme gibt es in Bregenz keine. Der Wärmebedarf der Haushalte ist in den letzten zehn Jahren sogar merklich gestiegen (+16 Prozent), was den Gasverbrauch erhöht und zu steigenden Treibhausgasemissionen geführt hat.

Dabei hat Bregenz zuletzt den Klimanotstand ausgerufen und eine Klimastrategie erarbeitet, die aber nur in Teilen veröffentlicht wurde. GLOBAL 2000 spricht sich dafür aus, dass im Sinne der Transparenz, die im Oktober 2021 beschlossene Klimastrategie nun auch veröffentlicht wird. Aktuell wird das Ziel verfolgt, Verwaltung und Tochtergesellschaften bis 2030 klimaneutral zu machen. In diesem Bereich ist der Energieverbrauch in den letzten Jahren auch gesunken. Positiv ist, dass einige sinnvolle Projekte, wie die Errichtung eines Nahwärmenetzes angeführt werden und die Stadt Bregenz Heizanlagen auf Basis erneuerbarer Energien fördert. An diese Vorhaben sollte im Sinne einer gesamthaften Umstellung der Wärmeversorung nun angeknüpft werden.

Die gesamte Landeshauptstädte-Studie finden Sie [HIER]
(https://www.global2000.at/sites/global/files/GLOBAL2000Landeshauptst
%C3%A4dtestudie.pdf).
Alle Grafiken zur Studie finden Sie [HIER]
(https://www.flickr.com/gp/global2000/26V7p0).

Viktoria Auer, Pressesprecherin GLOBAL 2000, viktoria.auer@global2000.at, 0699 14 2000 82
Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher GLOBAL 2000, johannes.wahlmüller@global2000.at, 0699 14 2000 41

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