Mahrer/Zierfuß: Personalnotstand im Klassenzimmer aktiv bekämpfen

Die Wiener Volkspartei ruft Betroffene dazu auf, Vorschläge zur Bekämpfung des Lehrermangels in Wien einzubringen.

Wien (OTS) – Auf Druck der Volkspartei Wien beruft die Bildungsdirektion nun den „Ständigen Beirat der Bildungsdirektion Wien“ im März zum Thema „Lehrerarbeitsplatz“ ein. Das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, denn diese große Herausforderung im Bildungsbereich kann nur mit gemeinsamer Kraftanstrengung und der Zusammenarbeit aller Beteiligten gelöst werden. „Wir wollen aktiv und konstruktiv den Lehrermangel in Wien bekämpfen. Die Einberufung des ständigen Beirats ist ein erster Erfolg. Denn klar ist, Lehrerinnen und Lehrer werden im ganzen Land gesucht.“, so Stadtrat und geschäftsführender Landesparteiobmann Karl Mahrer.

Deshalb ruft die Wiener Volkspartei nun Lehrerinnen und Lehrer, aber auch Eltern und Direktorinnen und Direktoren dazu auf, ihre Vorschläge zur Bekämpfung des Lehrermangels in Wien unter
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(https://www.mitreden-jetzt.at/lehrernotstand/) einzubringen. Die
Wiener Volkspartei will die Chance nutzen und sich mit Lösungsvorschlägen aktiv einbringen. „Gerade Wien mit den ungleich größeren Herausforderungen im Bildungsbereich kann es sich nicht leisten, auch nur einen einzigen weiteren Lehrer an andere Bundesländer zu verlieren. Deshalb sammeln wir nun direkt von den Betroffenen Ideen und Vorschläge, wie der Lehrermangel in unserer Stadt aktiv bekämpft werden kann.“, so Stadtrat Karl Mahrer.

Die Stadtregierung kann sich kein weiteres Zögern mehr leisten

„Pro Monat wird in Wien eine Schule von Lehrerinnen und Lehrern entleert. Wenn das so weitergeht, sitzen Wiens Schülerinnen und Schüler bald alleine in den Klassen oder die Klassenschülerzahlen werden weiter massiv erhöht.“, zeigt sich ÖVP Wien Bildungssprecher Harald Zierfuß besorgt. Bis zu zehn Lehrerinnen und Lehrer täglich haben alleine im Dezember ihren Job verlassen. Die Kündigungsgründe werden von der Stadt Wien nicht einmal erhoben.

Laut Bildungsstadtrat Wiederkehr gab es bereits im Jänner im Pflichtschulbereich 108 unbesetzte Stellen. Immer häufiger wird bereits auf Studienanfängerinnen und Studienanfänger zurückgegriffen. Schon jetzt haben 1.000 Pflichtschullehrerinnen und Pflichtschullehrer Sonderverträge und somit keine abgeschlossene Ausbildung. Mittlerweile versucht die Stadt erfolglos, pensionierte Lehrerinnen und Lehrer wieder zurück in den Dienst zu holen.

Allein in den Wiener Pflichtschulen kommen durchschnittlich mehr als 300.000 Überstunden pro Jahr zusammen. Ohne diese Mehrfachbelastung der Wiener Lehrerinnen und Lehrer wäre die Situation in Wiens Klassen nicht mehr aufrecht zu erhalten. Dazu kommt, dass knapp ein Drittel der Wiener Pflichtschullehrerinnen und Pflichtschullehrer über 50 Jahre alt ist. Insofern wird sich der Personalnotstand mit den wachsenden Zahlen der Schülerinnen und Schüler weiter verschärfen und in wenigen Jahren auch die Sekundarstufe erreichen. „Deshalb braucht es ein umfassendes Maßnahmenpaket, das für eine Attraktivierung des Lehrerberufs in Wien sorgt. Wir werden unseren Beitrag dazu leisten, damit zahlreiche Vorschläge und Ideen dazu am Tisch liegen.“, so Zierfuß abschließend.

Die neue Volkspartei Wien
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