
BHG: Direktoren haben beim Militär nichts verloren
Bundesheergewerkschaft fordert sofortige Einstellung der laufenden Militärreform
Wien (OTS) – Seit dem Beginn dieser sogenannten Zentralstellenreform hat sich die Bundesheergewerkschaft dagegengestemmt, weil mit diesem Umbau die militärische Führungsfähigkeit geschwächt und verkompliziert wird. Das Bundesheer braucht eine straffe Führungsstruktur mit klaren Befehlsverhältnissen, nur so kann es in einem Einsatz erfolgreich bestehen. Diese sogenannte Reform erzeugt genau das Gegenteil, nämlich Diskussionsplattformen, die dann als Direktionen bezeichnet werden. „Das Ganze ist ein Unding, das nicht dazu dient, die Effizienz des Heeres zu steigern, sondern die Führungspositionen einzufärben, schwarz natürlich, denn Türkis ist nicht mehr in Mode“, so Manfred Haidinger, der Präsident der Bundesheergewerkschaft.
Die zahlreichen Aussendungen der Bundesheergewerkschaft gegen diese Reform haben doch dazu beigetragen, dass sich nun Vertreter der politischen Parteien des Themas annehmen; auch die Präsidentschaftskanzlei und damit der Herr Bundespräsident als Oberbefehlshaber des Bundesheeres hat sich jetzt in dieser Sache eingeschaltet – ein Umstand der ausdrücklich zu begrüßen ist. „Es bleibt nur zu hoffen, dass auch der Herr Bundeskanzler, der ja selbst Offizier ist, diese Reform überprüft. Denn auch er müsste erkennen, dass diese geplanten Änderungen das Bundesheer nicht weiterbringen“, so Haidinger.
Angesichts der Tatsache, dass in Europa Krieg herrscht und niemand weiß, wo dieser endet, ist jetzt die Einsatzbereitschaft des Heeres wiederherzustellen. Der Kanzler hat bereits Investitionsschritte angekündigt und diese müssen im Bundesheer jetzt zügig umgesetzt werden. Die dafür zuständige Einsatzsektion unter General Schmidseder wäre dazu berufen. „Dazu bräuchte es nur einen unverzüglichen Reformstopp und die Einnahme der bisherigen Strukturen, dann läuft das wieder“, so der Präsident der Bundesheergewerkschaft.
Der Schwerpunkt der Anstrengungen muss auf eine funktionierende Truppe und einen führungsfähigen Generalstab gelegt werden. Dazu braucht es vor allem die Kommanden der Einsatzführung und der Einsatzunterstützung. „Eine Vermischung der militärischen Führungsebenen in diesen geplanten Direktionen gibt es nirgendwo auf der Welt – und das wird schon seinen Grund haben“, so Haidinger abschließend.
Bundesheergewerkschaft
Manfred Haidinger
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