
NEOS zu Takacs: Man stärkt die Indianer nicht durch das Schaffen neuer Häuptlinge
Krisper: „Inwiefern wird die Arbeit der Polizei durch den neuen Posten verbessert? Der Verdacht, dass auch hier die Nähe zur ÖVP wichtiger war als alles andere, liegt auf der Hand.“
Wien (OTS) – „Wenn schon vor der Ausschreibung feststeht, wer das Rennen macht, dann führt das Ausschreibungen ad absurdum“, sagt NEOS-Sprecherin für Inneres Stephanie Krisper zur heutigen Verlautbarung, dass Michael Takacs Bundespolizeidirektor wird.
„Takacs war bis vor Kurzem noch stellvertretender Kabinettschef von Karl Nehammer im Innenministerium – neben seinem Posten in der Verwaltung als Abteilungsleiter der Wiener Landesverkehrsabteilung und seiner Tätigkeit als ÖVP-Gemeinderat in Niederösterreich. Derzeit macht er als Flüchtlingskoordinator schlechte Figur und fällt vor allem durchdas Ergebnis Chaos und menschliches Leid auf. Der Verdacht, dass auch bei dieser Postenvergabe die Parteifarbe und die Verbundenheit zur ÖVP Niederösterreich mehr zählt als Qualifikation, liegt also auf der Hand. So werden sich qualifizierte Personen ohne Parteinähe niemals für Jobs im Innenministerium bewerben. So wird der Postenschacher im Innnenministerium nie beseitigt.“
Es sei aber der neu geschaffene Posten an sich schon zu hinterfragen, so Krisper: „Man stärkt die Indianer nicht durch das Schaffen neuer Häuptlinge. In den Wachstuben des Landes müssen übermenschlich viele Überstunden geleistet werden, um den Personalmangel der Polizei auszugleichen – und das Ministerium beschäftigt sich mit einer Organisationsreform im Zentralapparat. Inwiefern wird die Arbeit der Polizei durch den neuen Posten verbessert?“
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